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Alles geht irgendwann zu Ende - So auch die Jahrhundertwiesn 2011 - Ein Traum von Fest - Ein Märchen von Herbsttagen. 
Die 178. Wiesn war eine Traumwiesn wie sie besser hätte nicht sein können. Egal, mit wem man sprach, es gab nur zufriedene Antworten. Am 3.10. hieß es Abschied nehmen. Auf ein neues Jahr. Vielleicht dachte sich Petrus dieses Mal, er möchte einer Dame eine ganz besonders schöne Wiesn bescheren. Sozusagen als Abschiedsgeschenk an Frau Dr. Gabriele Weishäupl, die seit 26 Jahren als "Wiesn-Chefin" das heutige Image des Oktoberfests mitprägte. Denn es war, abgesehen vom ersten Wiesnsonntag und dem Trachtenumzug ein Traumwetter. Besser hätte es nicht sein können. Der Himmel lachte und die Sonne scheinte, die Wirte, Schausteller und Wirtsbuden freuten sich. Verzehrt wurde eine Riesenherde Rindviecher: 118 Ochsen (2010 zur Jubiläumswiesn warens nur 117 ;)), 53 Kälber (2010 58). Doch toppte das Hendl wie jedes Jahr. Der kulinarische Wiesnrenner ist Hendl, Bier und Brezn. So war schon immer und so wird s wahrscheinlich auch bleiben. Wenn auch die jüngeren ab und zu gerne zur Currywurst greifen. Getrunken wurden 7,5 Millionen Mass Bier (2010 7,1 Mio). Nichtalkoholisches erhielt einen Zuwachs von 8%. Das Traumwetter bescherte auch den Eis- und Schokofruchtbuden schöne Umsätze. Auch Fischsemmeln und handgeschlagener türkischer Honig wurden gerne im "Vorbeigehen" verzehrt. Gebrannte Mandeln und Bratwürste gab es meist erst abends auf die Hand.
Oder einfach, weil es schön ist, wenn man von Mitarbeitern hört, sie hätten eine solch harmonische Wiesn die letzten 15 Jahre nicht mehr erlebt. Vielleicht ist es auch der Beitrag der "oidn Wiesn", welche wieder Münchner und Münchnerinnen auf das Oktoberfest gehen lässt. Der Sehnsuchtsort der Bayern wurde er genannt - die abgetrennte historische Bereich des Oktoberfests. Hier traf man sie, die Familien, Kinder, Vereine, Bekannte und Freunde aus dem Umland und aus München. Ausländer fand man weniger, auch wenn man sie nicht mehr auf den ersten Blick erkennt. Auch sie trugen Lederhosn und Dirndl. Teilweise importiert oder schnell auf dem Weg zur Wiesn gekauft.Viele US-Amerikaner, Briten und Schweizer stürmten die Theresienwiese. Italiener sind nicht mehr wie in der Vergangenheit an einem Wochenende konzentriert aufzufinden, sondern verteilen sich auf die gesamte Zeit der Wiesn.
Kleidung ist vielfältig und wen wunderts, dass man ebenso fremdländische Tracht wie Schottenröcke, holländische Holzpantoffel zu sehen bekam und sogar eine Wikinger-Perücke im Fundbüro abgegeben wurde. Die Perrücke gehört noch nicht zur Tracht. Aber vielleicht ist der Kinostart Wicki während der Wiesnzeit der Auslöser dafür.

Wer noch nicht "Münchnerisch" genug war, der kaufte am Souvenierladen ein. Einige Standlbesitzer erzählten mir, die Leute würden kaufen, um des Kaufens willen. Laut Tourismusamt ging der Trend der Souvenirs weg von T-Shirts, hin zu Tracht und Maßkrug. Qualität stehe vor Quantität. Über die Wiesn-Post wurden 130.000 Sendungen weltweit angenommen. Viele Krüge wurden in die USA und nach Australien versandt.
Im Fundbüro wurden 4.750 Fundstücke abgegeben. 1.300 Kleidungsstücke, 1.045 Ausweise, 520 Geldbörsen, 425 Schlüssel, 390 Mobiltelefone, 370 Brillen (das sind die, die ihr Handy nicht mehr fanden), 290 Taschen, Rucksäcke und Beutel, 90 Fotoapparate, 80 Schuckstücke und 80 Regenschirme.

Kuriose Fundstücke:
Eine lebendige Blattheuschrecke, 8 cm groß, ein Wikingerhelm, ein Megafon, ein Koffer mit Musiknoten, ein Rucksack mit zwei Campingstühlen, ein Rollator, zwei Krücken und ENDLICH!!!!! am 1. Oktober wurde das lang ersehnte Gebiß abgegeben.
.. und dann kommt es doch, das Ende ....
... das Ende des Oktoberfests. Das ist meistens, wenn nach 17 Tagen alle Bedienungen in einer Schlange jubelnd durch das Zelt laufen und die Gäste jubelnd auf den Bänken zurückwinken. Wenn dann die Musik zu den letzten Stücken ansetzt, die Wirte auf der Bühne "Auf Wiedersehen" sagen und mit den Gästen anstoßen, das elektrische Licht durch Sternwerfer ersetzt wird und eine taumelnd sehnsüchtige stimmungsvolle Gemeinsamkeit einsetzt. Dann heißt es Abschied nehmen. Von den Kollegen und Kolleginnen, Gästen, der Wiesnliebe, der Wiesnfamilie und allen, mit denen man 17 schöne und mehr als anstrengende Tage verbracht hat. Jeder geht zurück auf seinen Weg im normalen Leben und man trifft sich vielleicht wieder zur nächsten Wiesn im nächsten Jahr mit den gleichen und mit neuen Gästen, mit alten und neuen KollegInnen und mit Geschichten, die man sich von der gemeinsamen Zeit erzählen kann.
Impressionen der letzten halben Stunde des Oktoberfests im Hofbräuhaus:






Das Fotografieren war wirklich nicht leicht.... da dazwischen.....

Die Bedienungen winken mit Ihren Schürzen zum Abschied...

Aus is es - auf ein nächstes Mal - gleiche Stelle gleicher Ort ....
Bericht vom letzten Jahr im Schottenhamel >>
weitere Infos und Bilder zum Oktoberfest >>Tweet


