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Der Bayerische Brauerbund e.V. lud zum Thema Bier und Bierkönigin. Er zog Jahresbilanz. So sind erstmals wieder in Bayern rückläufige Zahlen im Bierkonsum zu verzeichnen. Der starke Export gleicht dieses Defizit jedoch aus.

Auszug aus der Rede von Herrn Georg Schneider: Beliebt sind die typisch bayerischen Euroflaschen der 0,5l Biere. Sie mutiert zum „Bavaria-Nostalgie-Gebinde“ und erlebt als Antwort vor allem des Mittelstandes auf die Mehrweggebinde ein erfreuliches Comeback. In 2016 feierte das bayerische Reihnheitsgebotes seinen 500. Geburtstag. Leider ist jedoch der Grundgedanke ausserhalb der Grenzen Bayerns schwammig ausgelegt. Man darf dort Biere brauen, die neben Wasser, Malz, Hopfen und Hefe auch andere Zutaten enthalten dürfen. Das ist Auslegung der einzelnen Landratsämter. Kritisch ist, dass man diese in Bayern trotzdem verkaufen darf – herstellen aber nicht. Hier ist der Bundesgesetzgeber gefordert, das „vorläufige Biergesetz“ zu einem bundesweit einheitlichem Regelwerk mit Rechtsklarheit und Rechtssicherheit zu schaffen.

Bei den Exporten liegt Italien an der Spitze, gefolgt von China. Der Bierexport in das Reich der Mitte hat sich in den letzten 10 Jahren auf über 600.000 hl verdreißigfacht. Auf Platz 3 folgt Belgien. Hier sei zu bemerken, dass es sich hier teilweise um konzerninterne Transferlieferungen handelt, die dann von Belgien in die ganze Welt gehen. Darauf hat der Bayerische Brauerbund keinen Einblick. Auf den weiteren Plätzen folgen Schweiz, die USA, Österreich, Russland, Finnland, Spanien und Griechenland. Knap 3/4 der bayerischen Biertransporte gehen in die genannten 10 Länder.

Der Erfolg der bayerischen Biere ist auch ein breites Becken für Nachahmer und Neider. Hier heißt es, wachsam zu sein. Immerhin ist des dem bayerischen Brauerbund gegen erbitterten Widerstand gelungen, die Bezeichnung „Bayerisches Bier“ aus dem CETA-Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kanada wieder zu streichen. In Irland wurde ein Markeneintrag „Bavaria Crown“ einer holländischen Brauerei erfolgreich verhindert. In England hat dieselbe Brauerei eine Registrierung ihrer „Bavaria-Holland Wortbildbmarke“ aufgrund des Widerspruchs zurückgezogen. Im Gegenzug konnte in Norwegen die Kollektivmarke „Bavarian Beer“ gegen den Widerstand der Holländer erfolgreich registriert werden.

Frei nach Paracelsus: „Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis machts, dass ein Ding kein Gift sei.“ Der Brauerbund setzt sich für Verbraucherschutz ein. So gibt es viele Aufklärungskampagnen gegen Alkoholismus, beispielsweise über Alkohol in der Schwangerschaft, eine konsequente Einhaltung jugendschutzrechtlicher Bestimmungen und die Kampagne Don’t drink and drive stark. Im Gegenzug macht sich der Brauerbund auch stark für Einschränkungen, die unsere freie Handlung beschneiden. So erlebt man zur Zeit immer weitergehende Alkohol-Konsumbeschränkungen in der Öffentlichkeit. Schleichend wird der Alkoholkonsum in dieser Parkanlage, auf jenem öffentlichen Platz, im Umfeld dieses Bahnhofs, in S-Bahnen, in Zügen ausserhalb des Bordrestaurants, etc. untersagt. Sicher sind hier nicht die stark alkoholisierten Menschen gemeint, die randalieren, anpöbeln und für Sachbeschädigungen sorgen. Jedoch sollten wir uns immer bewusst bleiben, dass man uns  scheibchenweise ein Stück Freiheit nimmt.

Ungeachtet der aktuellen Zahlen muss sich Bayern über die führende Position in Deutschland bewusst sein. Der Bayerische Brauerbund schaut zuversichtlich in die Zukunft – mit durchaus realistischer Wahrnehmung der bestehenden Risiken, wie die Abschottungspolitik der USA für Bierexport, die deutsche und europäische Alkoholpolitik und die damit verbunden Absatzchancen.

Erfolgreich sein bedeutet, weiter authentisch bleiben, was auch bedeutet, dass einerseits nicht jeder vermeintlichen Mode sofort gefolgt wird, dass die Brauer andererseits aber auch nicht im Gestern verharren dürfen.

Der weltweit beliebte Charakter des Bierlands Bayern und der damit zusammenhängende Ruf sollte geschützt und gelebt sein. Denn es geht um ein Stück kulturelles Erbe.

die bayerische Bierkönigin

Bayerische Bierkönigin 2017 – jetzt bewerben!

Die derzeitig amtierende Bierkönigin, Sabine-Anna Ullrich erzählte auf der Pressekonferenz mit begeistert, leuchtenden Augen von ihrem unvergesslichem Jahr im Dienste als Bierkönigin Bayerns.  Am 18. Mai endet ihre Amtszeit. Im Rahmen einer glanzvollen Biergala wird dann die neue Bierkönigin für 2017 / 2018 gewählt, die dann ein Jahr lang das Bayerische Bier und die Tourismusregion Bierland Bayern international vertritt.

Sabine-Anna Ullrich ruft alle Damen ab 21 auf, sich um ihre Nachfolge zu bewerben. Ein unvergesslich spannendes Jahr wartet auf Ihre Nachfolgerin. Unter dem Motto „Willst Du Bayerns Bierkönigin werden“ sind Interessentinnen eingeladen, noch bis zum 06. März 2017 ihre Bewerbung einzureichen.

Bewerben Sie sich unter www.bayerische-bierkönigin.de

 

 

 

 

 

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