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Fasching in Oberbayern in der Region vor den Toren Münchens. Am Ammersee und Starnberger See, in der Stadt Landsberg am Lech und der Umgebung geht es heiß her während der Faschingszeit.

Dieses Jahr ganz wichtig: Die Schäffler tanzen wieder!! Unter fuenfseen.de finden Sie Informationen um dieses Brauchtum, das nur alle 7 Jahre stattfindet.
Mehr zum Schäfflertanz >>

 

 

Unsere Printausgabe mit weiteren Faschingsveranstaltungen zum Download

 

 

 

 

Woher kommt eigentlich der Brauch Fasching und Karneval?


Foto: Stadt Landsberg, Sibylle Seidl-Cesare

Der Zeitpunkt und warum gerade dann?

Die sogenannte „fünfte Jahreszeit“ beginnt offiziell am 11. Tag des 11. Monats um 11.11 Uhr. Der Höhepunkt dieser Jahreszeit ist die Woche vor Beginn der kirchlichen Fastenzeit.
Warum gerade dieses Datum?

Wir haben mehrere Deutungen gefunden.
Im 19. Jahrhundert, wurde die 11 in Köln als die Zahl interpretiert, die die Gleichheit aller Menschen unter der Narrenkappe symbolisiert. Sie versinnbildlicht sozusagen „eins neben eins“. Wenn man die Zahl nun ausschreibt, ergeben die Buchstaben folgenden Sinn: E steht für „Egalitè (Gleichheit), L für Liberté (Freiheit) und F für Fraternité (Brüderlichkeit). Eine andere Quelle spricht vom 40-Tage-Rhythmus im Ablauf der Feste. Am 11.11. wird St. Martin gefeiert und es dauert noch 40 Tage bis zum Winteranfang. Kurz nach Winterbeginn ist Weihnachten und somit das Ende der damaligen 40-tägigen Vorweihnachtsfastenzeit. Vom heiligen Abend an sind es wiederum 40 Tage bis Maria Lichtmess am 2.2.. Das ist auch der früheste Tag, auf den der Faschingsdienstag fallen kann.
Und der Faschingsdienstag ist immer 40 Tage vor Ostern.

Eine andere Deutung sagt, dass früher am 11.11. die Bauern ihre landwirtschaftliche Arbeit für den Winter einstellten und Mägde und Knechte auszahlten, die an diesem Tag dann ein rauschendes Fest feierten.
Wie und warum es der 11.11. ist, überlassen wir Ihnen.

Fasching - Fasnacht - Karneval

Eigentlich alles das Gleiche: Der Name Fastnacht (abgeleitet aus Fasten) stand ursprünglich nur für den Dienstag vor dem Aschermittwoch. In Bayern und Österreich sagt man Fasching, ursprünglich früher vast-schanc“ , was die vorösterliche Bußzeit bezeichnete. Aus den lateinischen Wörtern „Caro“ (Fleisch) und „elevare“ (aufheben) entstand der Name Karneval. Man bezeichnete die Zeit, in der man sich auslebte, um dann während der Fastenzeit auf Fleischnahrung verzichten zu können.

Der Fasching ist älter als man denkt. Bereits im 10. und 11. Jahrhundert sind Narrenfeste in mittelalterlichen Rom bekannt. Am letzten Sonntag vor der Fastenzeit fanden in Testaccio, einem Hügel an der Tiberschleife, innerhalb der Stadtmauern von Rom öffentliche Karnevalsspiele statt. Etwa seit dem späten 13. Jahrhundert waren Sie fester Bestandteil eines öffentlichen Zeremoniels, bei dem sogar Papst und städtische Magistrate teilnahmen. Aus dem Fest der einfachen Leute wurde etwas Offizielles. So offiziell, dass die Spiele Mitte des 14. Jahrhunderts als Verordnung in der Stadtgemeinde geregelt wurden. Den lumpigen Donnerstag verdanken wir dem römischen Fest „Agone“ welches drei Tage vor den festlichen Spielen auf der „Piazza Navona“ stattfand.

In Deutschland gibt es 1341 das erste schriftlich Zeugnis über die Feier des Fastabends in Köln. Man geht jedoch davon aus, dass es auch hier bereits im 11. Jahrhundert närrische Zeiten gab. Die Fastenzeit stellte im Mittelalter einen besondere Zeit dar. Nicht nur der Verzehr von Fleisch, tierischen Produkten wie Milch, Butter, Käse, Fett und Eiern war verboten. Es gehörte auch die sexuelle Enthaltsamkeit zur Fastenzeit. So kam es, dass vor dieser Zeit feste gefeiert, getrunken und gegessen wurde. Hätten Sie gewusst, dass damals der Faschingsdienstag ein beliebter Heiratstermin war?

Heutige Leckereien wie Schmalz, Fastnachtküchlein und Krapfen entstanden aus den damaligen Gelagen vor der Fastenzeit.

Rosenmontag ist eine Erfindung der Kölner im 19. Jahrhundert, die die wilde Zeit vor der Fastenzeit in geregelte Bahnen leiten wollten. Die neue Form der organisierten Fastnacht machte Schule und breitete sich entlang des Rheins aus. Städte wie Düsseldorf, Koblenz, Bonn und Aachen folgten dem Vorbild Köln. Im Südwesten Deutschland scheiterte der Versuch, man fühlte sich bevormundet und kehrte zurück zu den alten Bräuchen. Fasching wurde wieder mit Mummenschanz, alten Masken und lärmenden Treiben gefeiert.


 

 

 

 

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