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| Woher kommt eigentlich der Brauch Fasching und Karneval? | ||||||
Die sogenannte „fünfte Jahreszeit“ beginnt offiziell am 11. Tag des 11. Monats um 11.11 Uhr. Der Höhepunkt dieser Jahreszeit ist die Woche vor Beginn der kirchlichen Fastenzeit. Wir haben mehrere Deutungen gefunden. Eine andere Deutung sagt, dass früher am 11.11. die Bauern ihre landwirtschaftliche Arbeit für den Winter einstellten und Mägde und Knechte auszahlten, die an diesem Tag dann ein rauschendes Fest feierten.
Eigentlich alles das Gleiche: Der Name Fastnacht (abgeleitet aus Fasten) stand ursprünglich nur für den Dienstag vor dem Aschermittwoch. In Bayern und Österreich sagt man Fasching, ursprünglich früher vast-schanc“ , was die vorösterliche Bußzeit bezeichnete. Aus den lateinischen Wörtern „Caro“ (Fleisch) und „elevare“ (aufheben) entstand der Name Karneval. Man bezeichnete die Zeit, in der man sich auslebte, um dann während der Fastenzeit auf Fleischnahrung verzichten zu können. Der Fasching ist älter als man denkt. Bereits im 10. und 11. Jahrhundert sind Narrenfeste in mittelalterlichen Rom bekannt. Am letzten Sonntag vor der Fastenzeit fanden in Testaccio, einem Hügel an der Tiberschleife, innerhalb der Stadtmauern von Rom öffentliche Karnevalsspiele statt. Etwa seit dem späten 13. Jahrhundert waren Sie fester Bestandteil eines öffentlichen Zeremoniels, bei dem sogar Papst und städtische Magistrate teilnahmen. Aus dem Fest der einfachen Leute wurde etwas Offizielles. So offiziell, dass die Spiele Mitte des 14. Jahrhunderts als Verordnung in der Stadtgemeinde geregelt wurden. Den lumpigen Donnerstag verdanken wir dem römischen Fest „Agone“ welches drei Tage vor den festlichen Spielen auf der „Piazza Navona“ stattfand. In Deutschland gibt es 1341 das erste schriftlich Zeugnis über die Feier des Fastabends in Köln. Man geht jedoch davon aus, dass es auch hier bereits im 11. Jahrhundert närrische Zeiten gab. Die Fastenzeit stellte im Mittelalter einen besondere Zeit dar. Nicht nur der Verzehr von Fleisch, tierischen Produkten wie Milch, Butter, Käse, Fett und Eiern war verboten. Es gehörte auch die sexuelle Enthaltsamkeit zur Fastenzeit. So kam es, dass vor dieser Zeit feste gefeiert, getrunken und gegessen wurde. Hätten Sie gewusst, dass damals der Faschingsdienstag ein beliebter Heiratstermin war? Heutige Leckereien wie Schmalz, Fastnachtküchlein und Krapfen entstanden aus den damaligen Gelagen vor der Fastenzeit. Rosenmontag ist eine Erfindung der Kölner im 19. Jahrhundert, die die wilde Zeit vor der Fastenzeit in geregelte Bahnen leiten wollten. Die neue Form der organisierten Fastnacht machte Schule und breitete sich entlang des Rheins aus. Städte wie Düsseldorf, Koblenz, Bonn und Aachen folgten dem Vorbild Köln. Im Südwesten Deutschland scheiterte der Versuch, man fühlte sich bevormundet und kehrte zurück zu den alten Bräuchen. Fasching wurde wieder mit Mummenschanz, alten Masken und lärmenden Treiben gefeiert.
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