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So entstand das weltweit größte Volksfest:
Es war einmal... der junge bayerische Kronprinz Ludwig I. sollte heiraten. Dazu auserkoren war Therese von Sachsen-Hildburghausen. Das Paar gab sich am 12. Oktober 1810 das Jawort. Anlässlich ihrer Vermählung wurde ein fünf Tage dauerndes, rauschendes Fest gefeiert. Die bereits damals als "Volksfest" bezeichneten Feierlichkeiten in der Innenstadt wurden am 17. Oktober mit einem Pferderennen auf einer Wiese vor den Toren Münchens beendet. Die allerhöchste Erlaubnis zu diesem Wettkampf erwirkten "bey der Cavallerie-Division der National-Garde dritter Klasse eingereihten Individuen" unter Major Andreas von Dall’Armi. Der anwesenden Königsfamilie huldigten Kinder in bayerischen Volkstrachten mit Gedichten, Blumen und Früchten des Landes. Zu Ehren der Braut wurde die Festwiese "Theresens-Wiese" getauft. So heißt der Oktoberfestplatz noch heute: "Theresienwiese" - im Münchner Sprachgebrauch kurz "die Wiesn" genannt. Später wurde das Fest wiederholt, dann verlängert und zeitlich vorverlegt. Dabei spielt natürlich auch das bessere Wetter im September eine Rolle: Die Nächte sind wärmer, und so lässt es sich auch in den Gartenbereichen der Zelte und beim Flanieren über die Wiesn länger aushalten - ohne Frösteln. Das letzte Oktoberfest-Wochenende liegt aber auch heute noch im Oktober.

Der Einzug der Festwirte:
Im Jahre 1879 musste der Metzger und Gastwirt Steyrer Hans 100 Mark Strafe zahlen, weil er seine Bierfässer und Mädls mit einem Vierspäner zum Oktoberfest fuhr.
Und hier ist eine kleine Rechenaufgabe:
Zählen Sie beim Wiesneinzug die Anzahl der Pferde, rechnen Sie den Wert von 100 Mark im Jahre 1879 auf den aktuellen Eurokurs um und erkundigen Sie sich, wieviel Maß Bier auf der Wiesn getrunken werden.
Gott sei Dank ist es heute ein Highlight! Und je mehr Pferde eine Brauerei führt, um so besser. Wer weiß, wieviel sonst die Maß Bier auf der Wiesn kosten würde.......

o'zapft is - Wie der offizielle Bieranstich durch den Oberbürgermeister entstand:
Wie entstand eigentlich der Brauch, dass der OB das erste Fass anzapft?
Grund hierfür war reine Neugierde.
"Großvater Schottenhammel" war seinerzeit mit dem OB befreundet. Auf dem Weg zur Wiesn traf er unterwegs seinen Freund und nahm ihn mit zur Wiesneröffnung. Als der OB fragte, wie das denn von statten ginge, sagte Großvater: Na ganz einfach: " Ich zapf das erste Fass an und dann hoasts "ozapft is". Der OB wollte dies auch probieren - und schaffte es nach ca. 16 Schlägen und mit verkehrt herum gehaltenem Zapfschlegl.

Auch berühmte Persönlichkeiten arbeiteten schon damals auf der Wiesn!
Unser berühmter Albert Einstein wechselte im Schottenhammel Bierzelt die Glühlampen. Wer weiß, welche Lichter ihm in dieser Zeit aufgegangen sind ;)).
Bilder zum Oktoberfest in München >>


