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„wie kommt es, dass eine Münchnerin ein Portal mit dem Namen fuenfseen.de betreibt? “ so war gestern eine empörte Äusserung zu einem Artikel, den ich hier veröffentlichte. Erst nach Rückfrage erfuhr ich, dass ihr der Artikel gefiel, sie sich aber mehr über die Herkunft und den Namen ärgerte.

Dazu muss man als Nicht-Einheimischer wissen, dass das Fünfseenland eine ganz eigene Gemeinschaft ist. Ich weiß dies als heute in München wohnende, da es meine Heimat ist, in der ich großgeworden und fast 40 Jahre in dieser Region lebte. Und auch heute verbringe ich sehr oft dort meine Zeit mit Freunden und Bekannten.

Also mein Leben im Fünfseenland in Kurzform:

geboren in Fürstenfeldbruck, aufgewachsen in Türkenfeld nahe dem Ammersee, in der Jugend Amper, Ammersee und Landsberger Gegend unsicher gemacht – dann nach Mauern bei Etterschlag gezogen – den Wörthsee und seine Highlights bei ausgiebigen Radtouren entdeckt – die Berge und weitere Seen bei Motorradtouren erkundet – umgestiegen auf Bergsteigen und Moutainbiken in den Bergen und bayerischen Alpen – und schließlich vor ca. 12 Jahren nach München gezogen …. jedoch nie die Verbundenheit zur Region verloren!

Fotografin beim Oktoberfest

Vielleicht ist jetzt die Zeit, die Geschichte von fuenfseen.de zu erzählen.

Bereits im Jahre 1996 beschäftigte ich mich mit dem entstehenden Internet. Mein PR Büro befand sich damals in Türkenfeld und ich wohnte in Mauern, nahe dem Wörthsee. Zu meinen Kunden zählten internationale Firmen aus der IT, Schwerpunkt CAD, Architektur, Rundfunkttechnik und Zeitungen. Damals betreute ich mit drei Mitarbeiterinnen PR Etats, Firmenveranstaltungen und beriet Firmen für Marketingstrategien und Product Placement. Ich war für regionale Zeitungen als Redakteurin und Fotojournalistin unterwegs und verfasste Fachartikel zu technischen Themen. 2000 kam dann die große Wende für meine Agentur und ich musste überlegen, wie ich weitermache. Das Internet zeigte mir damals eine Vielzahl an Möglichkeiten und ich verstand, dass es bald zu einer Flut von Informationen kommen werde. Diese zu sortieren, war zusammen mit einem Programmierer die Idee. Wir wollten ein heute genanntes Contentsystem entwickeln und dies den Tourismusbüros der Regionen anbieten. Ursprünglich war fuenfseen.de mit den Kunden in meiner Heimat ein Pilotprojekt, um zu zeigen, wie unsere Idee funktioniert. Aus dieser Idee heraus rutschte ich dann in die Rolle des Portalbetreibers. Erste Hotels zählten zu meinen Kunden und das gab mir den Auftrieb weiterzumachen. Das alles geschah ohne Unterstützung von offiziellen Stellen. Auch bekam ich keine finanziellen Mittel, sondern erarbeitete die notwendigen Gelder durch meinen eigenen Einsatz. Zuerst online und dann zusätzlich mit einer Printausgabe, die vierteljährlich in einer Auflage von 10.000 Stück erschien.

Ich erinnere mich noch an meine ersten Akquisetouren rund um die Seen. Neuling auf dem Gebiet, packte ich eine Freundin mit ins Auto, um das Leben als „Handelsvertreter“ zu verdauen. .. das war eine sehr lehrreiche Zeit und brachte mir meine Heimat und die Branche Touristik ein Stück näher. Ich begriff mehr als vorher, was es heißt, einen touristischen Betrieb in einer saisonal abhängigen Region zu betreiben. Hut ab vor allen, die mit vollem Herzblut für ihre Gäste leben. Um dieses Verständnis auszubauen, nahm ich an der touristischen Fortbildung  „Management von touristischen Attraktionen“ teil, die mich innerhalb von einem Jahr in die Schweiz, nach Italien, Österreich und durch Deutschland führte. Dies war auch der Grund, über den Tellerrand der Fünf Seen hinauszugehen und meinen Lesern auch Reisetipps aus Europa zu präsentieren.

Dankbar bin ich meinen vielen treuen Kunden und Lesern, insbesondere den Hotels, Restaurants und Freizeitanbietern aus dem Fünfseenland, die mich seit Beginn als Kunden begleiten und mir trotz aller Höhen und Tiefen dieser Zeiten treu geblieben sind.

Birgit M. Widmann

 

Dankbar bin ich Thomas Schmid aus Riederau – ein toller Profifotograf, der mich zu Beginn des Abenteuers in die Geheimnisse guter Fotografie einführte. Ohne ihn wären sicherlich nie meine Fotos in der jetzigen Form entstanden. Und auch Frau Petra Eisinger, eine Profifotografin aus München lehrte mir viel über den richtigen Blick, über die Gestaltung mit Licht und Schatten und der richtigen Perspektive für Portraitaufnahmen. Und natürlich meinen vielen lieben Fotokollegen aus München, mit denen es Spaß macht, zu arbeiten und sich auszutauschen. Durch fuenfseen.de folgten Aufträge für Presse und Medien. Für eine Berliner Fotoagentur lieferte ich nebenher Aufnahmen aktueller Geschehnisse aus dem Fünfseenland, Prominente auf dem roten Teppich, Modenschauen, Konzerte, touristischen Destinations in Europa und über das Oktoberfest in München. (Ein großer Auszug der Fotografien ist neben fuenfseen.de auch unter www.fivelakes-photos.photoshelter.com zu finden).

Birgit unter Fotojournalisten

Last but not least folgte ich auch meinem Herzen. Neben fuenfseen.de startete ich 2001 aufbauende Ausbildungen in Psychotherapie und folgte dem Ruf einer Schamanin nach Sibirien. Mein zweites berufliches Standbein begann zu wachsen, Ich absolvierte viele Ausbildungen in systemischem Coaching, Psychotherapie, Traumabewältigung und Schamanismus und war fast jeden Sommer in den Weiten der Steppe Sibirens unterwegs. Die gewonnenen Erfahrungen fliessen heute in die Beratungsgespräche in meiner Praxis für Psychotherapie in München ein. Ich führe Menschen in die Natur, vorwiegend an den Seen, um aus ihr Kraft und Energie zu schöpfen und kombiniere mein Wissen mit Erlebnispädagogik für Firmenveranstaltungen.(www.natursprechstunde.com) .

unterwegs in Sibirien

Einige Menschen fragen mich, ob dies nicht ein Wiederspruch in den Tätigkeiten wäre. Hier kann ich mit einem klaren Nein antworten. Sowohl im Journalismus, in der Fotografie als auch in der Psychotherapie kommt es auf Einfühlungsvermögen an. Darauf, dass man sowohl den Kern der Dinge, als auch das beeinflussende Umfeld und den Menschen in seiner Einzigartigkeit erfasst. Um zu verstehen, muss man aus meiner Sicht agieren, fühlen und losgelöst von Erfahrungen betrachten; jederzeit seine Denkmuster und Gewohnheiten hinterfragen,  Blickwinkel auf sich und andere verändern. Erst dann kann man neue Felder und Möglichkeiten erkennen.

 

 

Möchten Sie mich persönlich kennenlernen? Dann kommen Sie mit auf eine geführte Wanderung oder zu meiner Meditation Mittwoch abend in München.

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