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Der Salzburger Festival-Sommer 2018: Zwischen klassischer Hochkultur und moderner Bühnenkunst

Der Sommer in Salzburg steht ganz im Zeichen von Kunst und Kultur: Die Salzburger Festspiele begeistern mit der Aufführung des „Jedermann“ mit Tobias Moretti in der Titelrolle. Die Sommerszene zieht mit zeitgenössischer Bühnenkunst ein internationales Publikum nach Salzburg und das DomQuartier glänzt mit einer Sonderausstellung der Kunstkammer Würth.

Salzburger Festspiele 2018: „Die Zauberflöte“ als schillernder Opern-Klassiker

Von 20. Juli bis 30. August 2018 heißt es wieder „Bühne frei“ für die berühmten Salzburger Festspiele. Unter dem Leitgedanken der Leidenschaft, der Passion und der Ekstase finden dieses Jahr 206 Aufführungen an 18 unterschiedlichen Spielorten statt. Die Oper „Die Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart ist der Auftakt der Salzburger Festspiele 2018 und mit Constantinos Carydis als Musikalischem Leiter und Lydia Steier in der Regie der strahlende Höhepunkt des Opern-Programms. Neben Mozart werden auch „Salome“ von Richard Strauss, „Pique Dame“ von Peter I. Tschaikowski, „L’incoronazione di Poppea“ von Claudio Monteverdi und „The Bassarids“ von Hans Werner Henze internationale Opern-Fans begeistern. Cecilia Bartoli singt in der Wiederaufnahme der Oper „L’italiana in Algeri“ der Pfingstfestspiele erneut die Titelrolle. Im Schauspiel werden die 14 Aufführungen des „Jedermann“ von Hugo von Hofmannsthal mit Spannung erwartet. Regisseur Michael Sturminger und sein Team vertiefen die Inszenierung von 2017 mit dem neuen Musikalischen Leiter und Komponisten Wolfgang Mitterer. In der Besetzung des Bühnenklassikers gibt es keine Veränderungen: Tobias Moretti übernimmt die Rolle des Jedermann, Stefanie Reinsperger brilliert erneut als Buhlschaft. www.salzburgerfestspiele.at

Die Kirchenstadt Salzburg und „ihre“ Ouverture Spirituelle“

Salzburg wird aufgrund der barocken Architektur, des Wirkens der Fürsterzbischöfe und der beeindruckenden Menge an Klöstern und Kirchen als Kirchenstadt bezeichnet. Darüber hinaus spielen auch die Kirchenmusik und das kirchliche Brauchtum eine wichtige Rolle in der Mozart-Metropole. Die Ouverture Spirituelle findet als Eröffnungsreihe der Salzburger Festspiele statt und ist das strahlende Zentrum kirchenmusikalischer Klänge. Am 20. Juli 2018 wird die religiöse Konzertreihe unter dem Motto „Passion“ in der Felsenreitschule feierlich eröffnet. Auf dem Programm steht die Lukaspassion von Krzystof Penderecki, dessen Werk als „Vermächtnis der geistlichen Musik im 20. Jahrhundert“ bezeichnet wird. Der russischen Komponistin Galina Ustwolskaja wird ein eigener Schwerpunkt gewidmet.

Sommerszene 2018: Zeitgenössische Bühnenkunst mit internationalem Flair

Als ein Fest der performativen Künste stellt die Sommerszene Salzburg von 5. bis 16. Juni 2018 an zwölf Tagen die inhaltliche und ästhetische Vielfalt der Bühnenkünste eindrucksvoll ins Zentrum. Internationale und österreichische Choreographen und Theatermacher präsentieren in ihren Tanzstücken, Performances und Installationen zeitgenössische darstellende Kunst an unterschiedlichsten Schauplätzen. Das Festival wird von der gefeierten dänischen Choreografin Mette Ingvartsen mit der sinnlichen und gleichzeitig fesselnden Tanzperformance „to come“ (extended) im republic eröffnet. Als weiteres Highlight steht der indonesische Choreograf Eko Supriyanto & Ekosdance Company mit dem innovativen Werk „Balabala“ auf dem Programm. Von den Salzburger Stadtbergen aus werfen der Brite Andy Field und lokale Schüler mit dem Projekt „Lookout“ einen visionären Blick in die Zukunft Salzburgs.www.szene-salzburg.net

Die Kunstkammer Würth zu Gast im DomQuartier

Von 18. Mai bis 24. September 2018 stellt das DomQuartier Salzburg Preziosen der Kunstkammer Würth aus. Die einzigartige „Wunderkunst“-Ausstellung im Nordoratorium zeigt überwiegend Werke des 17. Jahrhunderts, darunter fantasievoll gestaltete Pokale und Trinkgefäße aus Silber und anderen kostbaren Materialien. Die Schnitzereien aus Elfenbein, Alabaster und Buchsbaum stammen von den besten Meistern ihrer Zeit wie Leonhard Kern, Georg Petel und Matthias Steinl. Ergänzt wird die rund 70 Exponate umfassende Schau durch „Kunstkammerobjekte“ zeitgenössischer Künstler. Neben der Sonderausstellung im DomQuartier können weitere Werke der Sammlung Würth im „Würth Skulpturen Garten“ bei Schloss Arenberg bestaunt werden. Im Zentrum stehen zehn zeitgenössische Kunstwerke inmitten freier Natur. Auch der bekannte „Walk of Modern Art“ ist seit 2013 im Bestand der Internationalen Sammlung Würth und steht der Stadt Salzburg als Dauerleihgabe zur Verfügung. www.domquartier.at

Kunstprojekt Krauthügel

Beim „Projekt Krauthügel“ wird jährlich für die Sommermonate ein Kunstwerk in Szene gesetzt. Dabei dient die Festung Hohensalzburg im Hintergrund als beeindruckende Kulisse. Die Grünfläche am Krauthügel beträgt 80.000 m² – genug Platz, um die ausgestellten Objekte so richtig wirken zu lassen.

2018 – Paul Wallach „Down to the Ground“
Ausstellungszeitraum: 20. Mai bis 30. September

Zum Abschluss des Kunstprojekts Krauthügel lässt Paul Wallach im Sommer 2018 einen riesigen Stern in die Landschaft fallen. Er besteht aus 40×45 m langen Reihen hellen Betons, die aus der Vogelperspektive als sternförmiges Gebilde erkennbar sind. Aus der Nähe wiederum werden die Linien zu festen Blöcken, die „Zeichnung“ zur Skulptur. Der Besucher kann das Kunstwerk zum Ausruhen oder Spielen, als Bank, Bühne oder Ort der Begegnung nutzen.

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