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Staatsschauspiel Stuttgart: „Das Fest“ (Thomas Vinterberg / Mogens Rukov) Inszenierung: Christopher Rüping

Eine hochdekorierte Aufführung können Besucher der Fürstenfelder Theaterreihe am 24. März 2017 um 20 Uhr erleben. Das Stück „Das Fest“ des Staatsschauspiels Stuttgart wurde als eine der zehn besten deutschsprachigen Inszenierungen zum „Berliner Theatertreffen“ 2015 eingeladen. Regie führt Christopher Rüping, der 2014 und 2015 von der Kritikergilde zum „Nachwuchsregisseur des Jahres“ gewählt wurde und inzwischen als Hausregisseur an den Münchner Kammerspielen arbeitet.

Das „Fest“ basiert auf dem gleichnamigen Dogma-Film von Thomas Vinterberg. Darin geht es um das hochbrisante, allzu oft verdrängte Thema Kindesmissbrauch. „Christopher Rüping macht aus diesem schweren Brocken mit spielerischer Leichtigkeit ein grandioses Theaterereignis“, so der Rundfunk Berlin-Brandenburg.

Der erfolgreiche Geschäftsmann Helge feiert seinen 60. Geburtstag. Auch seine Kinder Christian, Michael und Helene sind gekommen. Nur Christians Zwillingsschwester Linda fehlt. Dass sie sich vor kurzem das Leben genommen hat, hindert die Familie jedoch nicht daran, den Vater gebührend zu feiern. Die ausgelassene Stimmung kippt, als Christian erzählt, wie der Vater ihn und Linda als Kinder missbraucht hat. Betretenes Schweigen und verstörtes Gelächter, dann erklärt die Mutter, dass Christian schon immer eine blühende Phantasie hatte. Überschwänglich bedankt sie sich bei ihrem Ehemann für die gemeinsamen Jahre und schon geht das Fest weiter. Niemand will die Wahrheit hören, doch Christian gibt nicht auf.

Regisseur Christopher Rüping erzählt die Familiengeschichte aus Sicht der Kinder. Die jungen Schauspieler schlüpfen in übergroße Strickpullover, die die Anfangsbuchstaben der Familienmitglieder tragen. Mit deren Tausch wechseln die Darsteller auch ihre Rollen. Aus Opfern werden Täter und umgekehrt. Mit vollem Körpereinsatz werfen sie sich in eine überdrehte

Familien-Feier, die mit Konfetti-Regen, Witz-Kanonaden und Pop-Songs befeuert wird. Doch hinter der aufgekratzten Party-Laune werden immer wieder die seelischen Abgründe der Familie frei gelegt.

Der spielerische Umgang mit dem Thema Kindes-Missbrauch erleichtert die Auseinandersetzung mit diesem sozialen Tabu und stellt doch bohrende Fragen um eigenes Versagen, um Verdrängung, Schuld und Sühne.

Nach der Vorstellung findet ein Publikumsgespräch mit dem Regisseur Christopher Rüping statt, zu dem alle Zuschauer herzlich eingeladen sind.

Freitag, 24.03.2017, 20 Uhr, Veranstaltungsforum Fürstenfeld / Stadtsaal

Karten ab 29,00 €: Kartenservice Fürstenfeld im Veranstaltungsforum (Tel. 08141/ 66 65 444), E- Mail: vorverkauf@fuerstenfeld.de, im Webshop unter fuerstenfeld.muenchenticket.net, beim Kreisboten, Tel. 08141 / 4016410, Kartenservice Amper-Kurier, Tel. 08141 / 355 440, sowie bei allen München Ticket Vorverkaufsstellen.

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