Viele Größen und meisterhaftlichen Werke unserer Geschichte entstanden von Menschen oder in Zeiten, die nicht einfach waren. Die Geschichten weltbekannter Größen zeigen, dass so manche Tiefe im Leben erst die Größe des Könnens hervorbrachte. oder dass es notwendig war, aus dem gewohnten, sicheren gesellschaftlichen Rahmen auszutreten, um das Talent zu fördern.

Wir erfahren meist nur den Erfolg und bewundern die Stärke. Doch, wie diese Persönlichkeit zu dem wurde, was wir wahrnehmen, war und ist oft ein Weg durch viele Tiefen des Lebens. Nehmen wir uns in der jetzigen Phase diese Meister des Lebens als Vorbild.

Die letzten Tage werden wir alle von Nachrichten verschiedener Ausprägungen regelrecht bombadiert und in unserem Kopf und Körper spüren wir so manches Mal eine Zukunftsangst und Haltlosigkeit – wie es wohl weitergehen wird und welche dieser vielen Meinungsrichtungen wohl der Wahrheit entsprechen?

 

Große Werke wurden uns hinterlassen. Alle haben eines gemeinsam: Der Lebensweg der Begründer war oft nicht einfach und leicht. Johann Sebastian Bach mit seinen Kantanten –  Lothar Günter Buchheim mit seinem Sammelwerk eines kreativen, künstlerischem und charakterstarken Lebens – Aenne Burda die Wirtschaftsgeschichte schrieb.

Johann Sebastian Bach

Seine Vita liest sich wie ein großes Drama von Verlust und Leid. Er war mit neun Jahren Vollwaise, verliert viele geliebte Menschen wie Bruder, Ehefrau und Kinder. Selbst litt er an grauem Star und Diabetes und einem Herzleiden. Seine Werke sind Klassiker und werden heute sogar für therapeutische Zwecke eingesetzt. Hier möchte ich Prof. Dr. Louise Reddemann nennen, welche die Musik für Ihre Traumabehandlungen verwendet.

Trotz viel Leid schuf er über 200 Kantanten, die nicht von Leid handeln, sondern in ein Feld führen, welches jedem Gefühl einen präsenten Platz einräumt. Für mich bewegt und beruhigt seine Musik unsere Seele.

Lothar-Günther Buchheim – Buchheim Museum >>

Die Ausstellung Expressionismus2 Lothar-Günter Buchheims Museum der Phantasie in Bernried, Starnberger See

 

Aenne Burda – die Verlegerin

Aenne Burda übernahm mit finanzieller Hilfe Ihres Mannes und 48 Mitarbeitern 1949 den defizären Verlag Elfi-Moden und schuf daraus die uns allen wohl bekannte Zeitschrift Burda Moden. Sie löste sich damals aus der klassischen Rolle als Mutter, Hausfrau und Ehefrau. Ihr starker Wille, ihre Kreativität und ihr Mut ermöglichten ihr, Unerwartetes in einer untypischen Gesellschaftsrolle entstehen zu lassen. Sie kam in ihrer damaligen Notsituation auf die zündende Idee, den Modeheften Schnittbögen beizufügen, damit sich jede Frau die internationale Mode selbst nähen und leisten konnte. Sie schrieb ein wichtiges Kapitel in der deutschen Wirtschaftsgeschichte.

Gedanken zu Gedanken:

Uns geht derzeit viel durch den Kopf und auch ich bin davon betroffen. In diesen Phasen besinne ich mich einer einfachen Methode – die mir wieder innere Ruhe gibt:

Das Denken – das ist eigentlich ein Abgleich von Bekanntem, Gehörtem und Erinnerung. Woher kommen also all meine Gedanken und kann ich mir jetzt sicher sein, dass diese Gedanken wahr und real sind?
Blumen auf einer Wiese blühen einfach und versuchen ohne jeglichem Zusatzanspruch einfach schön zu sein. In dem Moment, indem Sie die wärmenden Strahlen der Sonne erfahren.Sie machen es einfach, weil sie gar nicht weiter denken, sondern einfach diesen jetzigen Moment genießen. Was als nächstes kommt weiß niemand und was vorbei ist, ist vorbei. Warum also diesen Moment verpassen?

Im Taoismus sagt man:

“Während ich still dasitze und nichts tue, wird es Frühling und Gras sprießt auf.”

“Das Unbekannte ist der Ursprung von Himmel und Erde:
das Benennen ist die Mutter der zehntausend Dinge.
Wer kein Begehren (oder Absicht) hat, erschaut das Geheimnis:

wer Begehren hat, erblickt die Manifestationen.
Beides hat einen Ursprung, aber verschiedene Namen.
Ihre Identität ist hsüam-hsüam jenseits von hsüam, die Pforte alles Rätselhaften.

(aus der Lauf des Wassers – Alan Watts Suhrkampf Verlag)

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