1. Home
  2. Kulturveranstalter
  3. Ausstellung
  4. mach mal Blau: Museum Penzberg Programm 2026

mach mal Blau: Museum Penzberg Programm 2026

von | 4 Feb. 2026 | Kulturveranstalter, Ausstellung

Museum Penzberg – Sammlung Campendonk – mach doch mal Blau! das Museum in 2026 bietet Umbruch, Sanierung, Zwischenraum, Jubiläum und Neubeginn. Zwei große, prägende Jubiläen stehen ins Haus: die Eröffnung des Zwillingsbaus mit der Sammlung Campendonk feiert zehnjähriges Bestehen sowie die Stadt Penzberg „60 Jahre Bergwerksschließung“ 

 

Ausstellung verlängert bis 12.04.2026

Der Anfang von etwas Neuem – das ist Ostern für die christliche Liturgie und 2026 für das Museum. Passend dazu wechselt thematisch unsere Sammlungspräsentation „…und Jesaja sprach!“ in der Verlängerung bis 12. April zu „…in deinem Lichte sehen wir das Licht“ (LB, Ps. 36,10). In seinen Führungen rückt Thomas Trapp-Teriet (Pfarrer in Ruhe) den Fokus von der Weihnachtsgeschichte auf die Geschehnisse rund um Ostern und die Umsetzung der christlichen Bildmotive bei Campendonk. Und dabei stellt man fest: Die Kunstwerke spiegeln passender das Osterfest wieder als Weihnachten. 

Ausstellung Zwischen Jetzt und Blau

Parallel dazu eröffnet das Museum Penzberg aufgrund der unumgänglichen Fenstersanierung im denkmalgeschützten Bergarbeiter-Koloniehaus einen interaktiven Zwischenraum: „Zwischen Jetzt und Blau“. Ab Mitte Februar bietet sich damit erstmals beständig Platz für Workshops, eine Leseecke und Caféhaus-Atmosphäre. Ferienworkshops für Kinder, offenes Atelier für Alle, Kaffee und Kuchen am Wochenende, Yogastunden, entspanntes Schmökern – all dies ist bis zum Abschluss der Sanierungsarbeiten möglich.

ab 11.04.2026 MuSeenLandschaft Expressionismus BLAU MACHEN

Richtig „Blau“ macht das Museum ab 11. April – und das ist ganz wörtlich zu verstehen – es schließt sich dem gemeinsamen Motto der MuSeenLandschaft Expressionismus „BLAU MACHEN! rauskommen . ankommen . runterkommen“ an. Der Fokus liegt auf der Farbe Blau – und zwar auf „Campendonk-Blau“. Die Farbe des Himmels, der Sehnsucht und für Campendonk der Bewegung nach innen in die Tiefe.

„Farbe war nun einmal sein ureigenstes Thema“, schreibt die ehemalige Museumsleiterin und führende Campendonk-Expertin Gisela Geiger. Zu sehen sind Werke aus der Sammlung, in die Ferne ziehende Gänse, auf dem Wasser schaukelnde Boote, blaue Figuren, in die Höhe wachsende Pflanzen, Ölgemälde, Hinterglasbilder und selten bzw. noch nie gezeigte Arbeiten auf Papier. Eines ist ihnen allen gemein: die Farbe Blau dominiert. „Campendonk malt Blau“ – im Jubiläumsjahr entdeckt das Haus seine Sammlung unter diesem Askpekt ganz neu.

14.06.2026: Museumsgeburtstag mit Musik, Führungen, Vortrag

SAVE THE DATE: Ein großes Fest darf selbstverständlich nicht fehlen. So möchten wir bereits jetzt zum 10. Museumsgeburtstag am 14. Juni 2026 einladen mit Musik, Führungen, einer kulinarischen Performance und Vortrag.

30.09.2026: Jubiläum 60 Jahre Bergwerksschließung

Lebensverändernd für die meisten Penzberger: Bis vor 60 Jahren wurde in Penzberg Pechkohle abgebaut, am 30. September 1966 wurde im Nonnenwaldschacht die letzte Förderschicht verfahren. 1972 folgte die Sprengung des Förderturms, die Schächte wurden verfüllt. Oberflächlich erinnern nur noch wenige Orte wie die Berghalde, das Bergwerksmuseum oder Straßennamen an die Bergbauvergangenheit. Und doch würde die Stadt ohne sie in ihrer heutigen Form nicht bestehen…

Die Arbeiterstadt Penzberg ist das Ergebnis einer sehr raschen, allein mit dem Bergbau verhafteten Industrialisierung. Penzberg entstand als ein Fremdkörper in der jahrhundertealten bäuerlich-klösterlichen Kulturlandschaft des Pfaffenwinkels. Die Folgen prägen die Stadt bis heute: Rund 90 Nationen bestimmen das bunte Miteinander, mehr als 100 Vereine sind für das Kulturleben verantwortlich und auch die Tradition eines großen Arbeitgebers ist geblieben.

Die Schließung des Bergwerks war ein einschneidendes Ereignis in der Stadtgeschichte, aber auch für jeden einzelnen Penzberger. Über 1.300 Menschen verloren ihren Arbeitsplatz, mussten sich neu orientieren. Das Stadtbild hat sich in wenigen Jahren vollständig verändert. Persönliche Geschichten, familiäre Erinnerungsstücke, Fotos und Zeitdokumente rund um die Schließung des Bergwerks versammelt die Ausstellung. In Kombination mit einer hochkarätigen Kunstausstellung öffnet sich der Blick auf Kohle und Kohleabbau in der künstlerischen Darstellung.

Werden Sie Teil der Ausstellung: 

Die Fotografien von Bernd und Hilla Becher werden zu visuellen Vertretern und eröffnen einen Resonanzraum. Zudem ist das „kollektive Gedächtnis“ der Bürgerinnen und Bürger Penzbergs gefragt: Sollten Sie eine persönliche Verbindung zum Penzberger Bergwerk haben, Erinnerungen und/oder Erinnerungsstücke, melden Sie sich beim Museumsteam!

Umbau und Personelles:

Das Jahr 2026 steht im  Museum Penzberg ganz im Zeichen von Umbruch und Neufindung: Museumsleiterin Annette Vogel verlässt das Haus Ende März und eine umfangreiche Fenstersanierung im Altbau sorgt für kreativen (Spiel)Raum.

Museum Penzberg – Sammlung Campendonk, Am Museum 1, 82377 Penzberg
Tel. 08856 – 813 480, Mail museum@penzberg.de

das könnte Sie auch interessieren

immer aktuell - tragen Sie sich in unseren Newsletter ein.

immer aktuell - tragen Sie sich in unseren Newsletter ein.

jede Woche positive Inspiration für Kultur, Freizeit und Urlaub.

vielen Dank, Sie haben sich erfolgreich in unserem Newsletter eingetragen.