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      Naturpark Karwendel

      Naturpark Karwendel

      Der Naturpark Karwendel nahm die bereits traditionelle Veröffentlichung des Jahresberichts zum Anlass, um auf das Jahr 2019 zurückzublicken und einen optimistischen Ausblick auf 2020 zu wagen. Ein Grund für den durchaus positiven Ausblick ist die renommierte Auszeichnung „Naturpark des Jahres 2020“, welche vom Verband der Naturparke Österreichs vergeben wird. „Selbstverständlich freuen wir uns sehr über diese Auszeichnung“, erklärt Josef Hausberger, Bürgermeister der Gemeinde Eben a. Achensee und Obmann des Naturparks. „Sie bestätigt, dass wir alle im Naturpark Karwendel gut zusammenarbeiten und damit auch Projekte erfolgreich umsetzen können“, so Hausberger weiter.

      Rückblick auf das Jahr 2019: Infozentrum Scharnitz, vielfältige Wildflüsse, Moore
      Neben einer äußerst erfolgreichen Saison im Bereich der Besucherangebote mit 274 Veranstaltungen und 2.300 TeilnehmerInnen hat vor allem die Errichtung des Infozentrums Scharnitz das Sommerhalbjahr geprägt. Gemeinsam mit zahlreichen Freiwilligen konnten viele Almprojekte umgesetzt werden. In einem großen Forschungsprogramm in den Karwendelmooren wurde nach mehr als 10 Jahren eine erste positive „Zwischenbilanz“ gezogen. Mit der VS Scharnitz konnte die bereits 6. Naturpark-Schule prädikatisiert werden.

      2020: Naturparkarbeit wird grenzenlos
      Die Arbeit geht dem Naturpark Karwendel auch 2020 nicht aus. „Die Herausforderungen erfordern es schlichtweg, politische und administrative Grenzen zu überwinden und im besten Sinne grenzüberschreitend zusammenzuarbeiten. Ganz konkret forcieren wir dies beim Schutz alpiner Wildflüsse, unseren Naturpark-Schulen, und dem Projekt KlimaAlps“, erläutert Hermann Sonntag, GF Naturpark Karwendel. Das große Interregprojekt „Wege des Holzes“ findet heuer seinen Abschluss.

      Naturpark Karwendel wird „Naturpark des Jahres 2020“
      Der Verband der Naturparke Österreichs (VNÖ) kürt jährlich mithilfe einer unabhängigen Fachjury einen von derzeit 46 Naturparken zum „Naturpark des Jahres“. „Der Naturpark Karwendel hat sich klar gegenüber seinen Mitbewerbern durchgesetzt. Das Engagement für die Naturpark-Arbeit, das ausgeklügelte Bildungsprogramm sowie die Mobilisierung von Freiwilligen sind nur einige Punkte, die zeigen, wie sehr der Naturpark die Auszeichnung verdient hat“, meint Franz Handler, Geschäftsführer des Verbandes der Naturparke Österreichs.

      Ein großes Dankeschön an die Projektpartner
      Um große Projekte überhaupt angehen zu können, ist eine entsprechende Basisfinanzierung notwendig, die durch die Beiträge der Karwendelgemeinden, Tourismusverbände und v.a. durch das Land Tirol ermöglicht wird. Der Naturpark Karwendel erhielt Unterstützung von mehr als 90(!) Projekt-Partnern.

      Weitere Informationen
      Mag. Hermann Sonntag, 0664-2041015, hermann.sonntag@karwendel.org
      DI Gerlinde Wakonigg (VNÖ), 0316-31884811, wakonigg@naturparke.at

      Gemeinsam gegen den Klimawandel

      Interreg Projekt „KlimaAlps – Klimawandel sichtbar machen“ gestartet

      Das Interreg Projekt „KlimaAlps – Klimawandel sichtbar machen“ wurde genehmigt. Das für 3 Jahre vom 01.07.2019 bis 30.06.2022 ausgelegte Projekt hat zum Ziel, den Klimawandel sichtbar zu machen und somit zur Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung beizutragen. Zu diesem Zweck haben sich Projektpartner aus Tirol, Oberösterreich und dem bayerischen Oberland zusammengeschlossen. Das Projekt KlimaAlps wird zu 75 % von der Europäischen Union mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (INTERREG) gefördert.

      Klimawandel erlebbar machen

      Obwohl der Klimawandel intensiv erforscht und auch in den Medien immer wieder thematisiert wird, bleibt er für viele Menschen abstrakt. Doch erst durch ein persönliches Erleben der Folgen kann sich ein Bewusstsein für die Thematik entwickeln. „Mit dem Projekt KlimaAlps wollen wir Veränderungen, die jetzt schon in der Region zu sehen sind, für eine breite Öffentlichkeit zugänglich machen. Durch das Erleben, Sehen und Begreifen des Klimawandels steigt auch die Bereitschaft, durch sein eigenes Handeln das Klima zu schützen.“, sagt Projektleiterin Dr. Cornelia Baumann von der Energiewende Oberland.

      Die drei Säulen des Projekts

      Um das Wissen über den Klimawandel weiterzugeben, wird im Rahmen des Projekts ein Ausbildungsprogramm für KlimaPädagogen entwickelt. Dadurch sollen Umwelt- und Naturpädagogen sowie andere Multiplikatoren dazu befähigt werden, Inhalte zum Klimawandel zu vermitteln. Des Weiteren werden sogenannte KlimaTope eingerichtet. Hier kann – unterstützt durch Themenwege und eine interaktive Karte – vor Ort erlebt werden, was sich bereits durch den Klimawandel verändert hat und welche Anpassungsstrategien in der Natur zu finden sind. Schließlich wird ein KlimaAlps Netzwerk aufgebaut, in dem sich Partner aus Wissenschaft, Bildung und Politik zusammenfinden. Dadurch wird die Wahrnehmung des Themas gestärkt und der Wissenstransfer zwischen den Akteuren erleichtert.

      Tirol durch den Naturpark Karwendel und die Universität Innsbruck vertreten

      In dem Projekt KlimaAlps finden sich sechs Projektpartner aus Österreich und Bayern zusammen. Aus Tirol sind der Naturpark Karwendel und die Universität Innsbruck beteiligt. Die Universität Innsbruck erarbeitet ein Bildungskonzept für die Ausbildung der KlimaPädagogen und die Einrichtung der KlimaTope und begleitet deren fachdidaktische Ausarbeitung. Der Naturpark Karwendel ist für die Öffentlichkeitsarbeit für das gesamte Projekt zuständig und unterstützt durch sein großes Netzwerk die Ziele des Projekts. „Wir freuen uns, dass wir durch unsere Arbeit dieses grenzüberschreitende Projekt regional verankern können“, erklären Hermann Sonntag, Geschäftsführer des Naturpark Karwendel, und Prof. Dr. Lars Keller vom Institut für Geographie der Universität Innsbruck.

      Seien Sie dabei und machen Sie mit!

      Haben oder kennen Sie einen Themenweg, der sich mit dem Klimawandel beschäftigt?
      Forschen Sie in einem Bereich des Klimawandels und möchten die Ergebnisse an Kinder, Jugendliche und Erwachsene weitergeben?
      Bieten Sie Führungen oder Thementage für Jung oder Alt im Themenbereich des Klimawandels an?
      KlimaAlps bündelt vorhandene Kompetenzen, Projekte, Themenwege und Ausstellungen zum Thema Klimawandel und bringt Akteure aus Bildung und Wissenschaft mit regionalen Verantwortlichen zusammen.

      Werden Sie Teil des KlimaAlps Netzwerks, werden Sie sichtbar in der KlimaAlps Interaktiven Karte und präsentieren Sie sich und Ihre Angebote!

      Mehr Infos finden Sie hier.

      Projektdaten „KlimaAlps – Klimawandel sichtbar machen“

      Laufzeit: 01.07.2019 – 30.06.2022
      Förderprogramm: INTERREG V-A Österreich-Bayern 2014-2020, Europäischer Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE)
      Projektnummer: AB 248
      Gesamtkosten: 821.880,76 €
      EFRE Fördersumme: 616.410,57 €

      Beteiligte Projektpartner

      • Bürgerstiftung Energiewende Oberland (Projektleitung)
      • Naturpark Karwendel (Projektpartner)
      • Landkreis Garmisch-Partenkirchen, Klimaschutzmanagement und Tourismusverband ZugspitzRegion (Projektpartner)
      • Umweltforschungsstation Schneefernerhaus (Projektpartner)
      • Universität Innsbruck (Projektpartner)
      • Klimabündnis Oberösterreich (Projektpartner)

      Assoziierte Projektpartner

      Bildungseinrichtungen und -anbieter

      • Zentrum für Umwelt und Kultur Benediktbeuern (ZUK)
      • Klimabündnis Tirol
      • Verein natop!a
      • Naturpark Attersee-Traunsee
      • Naturpark Ammergauer Alpen e.V.
      • Verein Waldpädagogik in Österreich

      Forschungseinrichtungen

      • KIT – Karlsuher Institut für Technologie
        Institut für Ökologie an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf

      Politische Entscheidungsträger & Regionale Verantwortliche

      • Landratsamt Weilheim-Schongau
      • Landratsamt Bad Tölz-Wolfratshausen
      • Landratsamt Miesbach
      • Amt der Tiroler Landesregierung, Abt. Forstorganisation
      • VR-Bank Werdenfels eG

      Kontakt

      Dr. Cornelia Baumann
      Projektleiterin KlimaAlps
      Energiewende Oberland
      Bürgerstiftung für Erneuerbare Energien und Energieeinsparung
      Am Alten Kraftwerk 4
      82377 Penzberg
      Tel: +49 8856 / 80 53 6-24
      baumann[at]energiewende-oberland.de

      Fähigkeiten

      Gepostet am

      9. Februar 2020