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Beim DOK.fest München wird zum dritten Mal der ARRI AMIRA Award verliehen. Die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung ist deutschlandweit einzigartig: Sie würdigt die herausragende Kameraarbeit bei einem Dokumentarfilm.

Ausgezeichnet werden in diesem Jahr Véréna Paravel und Lucien Castaing-Taylor für ihre Leistung bei CANIBA, bei dem Véréna Paravel auch Regie führte. Der Film erzählt die verstörende Geschichte eines Japaners, der 1981 als 32-jähriger Student an der Sorbonne verhaftet wurde: Er hatte einer Kommilitonin in den Kopf geschossen, sie vergewaltigt und Teile ihres Körpers gegessen.

Aus der Jurybegründung
“Immer größer wird das eigene Bedürfnis, auf Abstand zu gehen, wir fühlen uns bedrängt, winden uns regelrecht vor der Leinwand, doch entziehen können wir uns nicht. Diese unausweichliche Konfrontation schaffen Véréna Paravel und Lucien Castaing-Taylor durch ihre kluge und konsequente Bildgestaltung. Sie zwingen uns, eigenen Grenzen nachzuspüren und sie zeitgleich zu überschreiten”, schrieb die Jury in ihrer Begründung.

Die Jury bildeten Ulrike Tortora (Filmeditorin), Prof. Tom Fährmann (Kameramann, Fotograf, Drehbuchautor, HFF-Professor) und Pia Lenz (Dokumentarfilmemacherin, Grimme-Preisträgerin 2018 für ALLES GUT).

Der ARRI AMIRA Award wird bei einer feierlichen Veranstaltung am 7. Mai um 20 Uhr im Audimax der HFF München verliehen. Stephan Schenk, Geschäftsführer ARRI Cinetechnik und verantwortlich für die Business Unit Camera Systems, wird den Preis an Véréna Paravel und Lucien Castaing-Taylor überreichen. Anschließend wird der Gewinnerfilm CANIBA gezeigt.

Der ARRI AMIRA Award

Der ARRI AMIRA Award ist Teil der erfolgreichen Kooperation zwischen dem Filmtechnikunternehmen ARRI und dem DOK.fest München. Seinen Namen verdankt der Preis der AMIRA, einem für den Einpersonen-Betrieb konzipierten Kamerasystem, das ARRI auch für den Einsatz bei Dokumentarfilmen entwickelt hat. Filmemacher.innen waren mit der AMIRA bereits auf dem Mount Everest und in den Tropen unterwegs. Sie kommt aber auch bei hochwertigen Kino- und TV-Produktionen zum Einsatz.

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