Der Leaders Club appelliert an alle deutschen Gastronomen und Hoteliers, sich der Protestaktion „Leere Stühle“ ihrer Dresdner Kollegen anzuschließen. Bundesweit sollen Gastwirte am kommenden Freitag, 24. April, mit Demonstrationen darauf aufmerksam machen, dass die Zukunft ihrer Betriebe durch die andauernde Schließung massiv bedroht ist.

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Protest der Gastro-Branche: Leere Stühle in deutschen Städten

Aktion „Leere Stühle“ macht auf Not des Gastgewerbes aufmerksam
Leaders Club ruft bundesweiten Aktionstag am 24. April aus
Branche will ihren Forderungen endlich Gehör verschaffen

Der Leaders Club appelliert an alle deutschen Gastronomen und Hoteliers, sich der Protestaktion „Leere Stühle“ ihrer Dresdner Kollegen anzuschließen. Bundesweit sollen Gastwirte am kommenden Freitag, 24. April, mit Demonstrationen darauf aufmerksam machen, dass die Zukunft ihrer Betriebe durch die andauernde Schließung massiv bedroht ist.

Hamburg, 20. April 2020. Es war ein beeindruckendes Mahnmal: Hunderte Stühle aus Dresdner Restaurants standen am vergangenen Freitag für mehrere Stunden leer und verwaist vor der berühmten Kulisse der Frauenkirche. Rund 530 Gastronomen hatten sich an der Aktion beteiligt, um auf die dramatische Situation der Branche angesichts des Corona-
Shutdowns aufmerksam zu machen. „Die Kollegen in Dresden haben einen sehr kreativen Weg des Protests gefunden und mit den leeren Stühlen vor der Frauenkirche einen eindrucksvollen Hilferuf aus der Branche gesendet“, sagt Michael Kuriat, Präsident des Leaders Clubs Deutschland. „Wir möchten daraus eine bundesweite Bewegung machen: mit so vielen
Stühlen in so vielen Städten wie möglich.“

Gastronomen für die Organisation vor Ort gesucht

Als eine der führenden Branchenvereinigungen ruft der Leaders Club alle Gastronomen und Hoteliers in ganz Deutschland auf, es den Dresdner Kollegen gleichzutun. Michael Kuriat: „Wir suchen Gastronomen, die in ihrer Stadt die Organisation übernehmen, um gemeinsam ein starkes Zeichen zur Rettung unserer Branche und unserer Betriebe setzen. Denn bei den
jüngsten Verhandlungen zur Lockerung der Einschränkungen hat die Gastronomie überhaupt keine Rolle gespielt. Wir werden schlichtweg im Dunkeln stehen gelassen und steuern geradewegs in eine unglaubliche Katastrophe.“
Davon betroffen sind neben den fast 2,5 Millionen Mitarbeitern auch die Industriepartner und ein Großteil der Kulturszene. Die Branche feiere nicht nur Après-Ski-Partys, betont Patrick Rüther, Vorstandsvorsitzender des Leaders Clubs Deutschland. „Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst und durchaus in der Lage, wirksame Hygiene-Konzepte zur erarbeiten und umzusetzen. Aber dazu muss man mit uns reden und uns die Perspektive geben, diese
schwierige Zeit überbrücken zu können.“

Vier Kernforderungen

Es gehe jetzt darum, mit einer Stimme zu sprechen und den Forderungen der Branche endlich Gehör zu verschaffen:

1. Ein klarer Fahrplan für die Wiedereröffnung der mehr als 220.000 Betriebe
2. Einführung von 7% Mehrwertsteuer für das Gastgewerbe
3. Aufstockung von Zuschüssen für alle Unternehmensgrößen (bemessen an Steuererklärungen, um ehrlich wirtschaftenden Gastronomen gerecht zu werden)
4. Aufstockung des Kurzarbeitergeldes auf 80 % UND Einführung des Kurzarbeitergeldes auch für Auszubildende

Am Freitag, dem 24. April, wird die Aktion „Leere Stühle“ zwischen 11 und 13 Uhr, deutschlandweit durchgeführt. „Alle Demonstrationen sollen selbstverständlich angemeldet, legal und strukturiert stattfinden. Die Auflagen des Infektionsschutzes müssen unbedingt einhalten werden“, unterstreicht Kuriat. „Deshalb ist es entscheidend, dass alle Teilnehmer einen Mundschutz tragen und die Mindestabstände wahren.“ Der Leaders Club stellt seine gesamten Kapazitäten zur Verfügung, um die jeweils verantwortlichen Gastronomen vor Ort bei der Anmeldung und Organisation der Demonstration zu unterstützen. Alle nötigen Informationen finden sich auf der Website der Vereinigung www.leadersclub.de, regelmäßige
News und Updates gibt es außerdem auf der Facebook-Seite. „Es gilt, gemeinsam mit den lokalen Ämtern Lösungen zu finden, wie wir auch in diesen schwierigen Zeiten eine solche Aktion durchführen können, ohne dass unnötig viele Kräfte bei Polizei und Aufsichtsbehörden gebunden werden.“

Es müssen Taten folgen

„Unsere Forderungen sind seit Längerem bekannt“, sagt Rüther. „Nur passiert ist bisher gar nichts. Wir waren die erste Branche, die geschlossen wurde, und sind vermutlich die letzte, die wieder öffnen darf. Wir wollen selbstverständlich unseren Beitrag zur Bewältigung und Eindämmung dieser Krise leisten, aber unsere Existenz und die unserer Mitarbeiter muss
gesichert werden.“ Dazu brauche es zusätzliche Unterstützung – unverzüglich und auf die Bedürfnisse der Branche zugeschnitten. „Die aktuellen Ankündigungen aus der Politik, eine Senkung der Mehrwertsteuer für das Gastgewerbe auf 7 % und weitere Hilfen in Erwägung zu ziehen, machen Hoffnung. Allerdings warten wir hier dringend auf Konkretisierungen. Es
müssen jetzt schnell Taten folgen!“

Pressekontakt:
Koordinationsbüro Leaders Club Deutschland AG
Elina Schniewind
Clemens-Schultz-Str. 3
20359 Hamburg
Tel.: 040/5302312-60
Mobil: 0173/4736128
schniewind@leadersclub.de

Über den Leaders Club,
Der Leaders Club ist ein Netzwerk von Gastronomie-begeisterten Menschen und Unternehmen, das 2001
gegründet wurde und aktuell mehr als 320 Mitglieder aus 160 Unternehmen der Branche zählt. Ziel des Clubs ist
es, Netzwerke zu bilden, Kompetenzen weiterzugeben und untereinander Hilfe anzubieten. Aktuelle
Entwicklungen, neue Gründungen und innovative Gastro-Konzepte zu verfolgen und zu fördern, ist für die
Mitglieder eine Herzensangelegenheit. www.leadersclub.de

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