Reisetipp: Vor der Westküste Afrikas liegt die portugiesische Insel Madeira im Atlantischen Ozean. Porto Santo und die beiden unbewohnten Inselgruppen Desertas und Illas Selvagens gehören zu dem  rund 801 Quadratkilometer großen Archipel. Insgesamt leben 270.000 Menschen auf Madeira. In nur vier Flugstunden erreicht man die Hauptinsel Madeira von Deutschland aus und taucht ein in einen Traum von Natur, Klima und Kultur. Ankommen und wohlfühlen – das besondere Klima und die Mentalität der Einheimischen leisten hierzu einen großen Beitrag, Ein großartiges Reiseziel für Strandliebhaber, Warmwetterfans, Sportaktive und Genußmenschen.

Es gibt viele Gründe, Madeira zu bereisen.  Zum Beispiel: legten erste Siedler die Lavadas (Kanäle zur Wasserversorgung) bereits im 15. Jahrhundert an, um das Quell- und Regenwasser des Nordens in die wasserarmen Landwirtschaftsflächen im Süden zu transportieren.  Heute, fünf Jahrhunderte später, erreicht das Kanal-Netz  eine Länge von rund 3.100 Kilometern, von denen knapp 80 Kilometer durch Tunnel führen. Neben diesem wirtschaftlichen Nutzen entstanden spektakuläre Wanderwege entlang der Lavadas.  Dabei geht es durch Naturschutzgebiet Rabaçal zu den 25 Wasserfällen und vielen Tunneln. Atemberaubende Landschaft, Felsklippen und über 1.208 Pflanzenarten warten auf den Betrachter. Madeira ist die Insel des ewigen Frühlings: Dank des subtropischen milden Klimas wird es im Sommer in der Regel nicht wärmer als 26 bis 28 Grad und im Winter fallen die Temperaturen kaum unter die 20 Grad Marke. Damit ist die sonnenverwöhnte Insel, trotz höherer Regenwahrscheinlichkeit im Winter, das ideale Ganzjahresziel. Die Wassertemperatur liegt ganzjährig zwischen 17 und 23 Grad. Die Unterwasserwelten sind bei Tauchern schon lange kein Geheimtipp mehr.

Wussten Sie, dass der Weltenentdecker Christopher Kolumbus auf der Insel Madeira lebte? Er war im blühenden Rohrzuckerhandel engagiert und heiratete Filipa de Moniz, Tochter von Isabel  Moniz und Bartholomeu Perestrelo, dem ersten Verwalter des Kapitanats von Porto Santo. Im September findet jährlich das Kolumbus Festival statt.

 

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unvergesslich: fuenf Eindrücke, die Madeira auszeichnen:

unvergesslich 1 – Erkunden Sie die portugisische Insel auf verschiedenen Wegen

Madeira ist 57 Kilometer lang und 22 Kilometer breit. Gebirge, Wälder, Blumenwiesen und steile Klippen bestimmen das Bild der Insel.

Madeira wandern

Ponta-de-São-Lourenço©Madeira-Promotion-Bureau_NelsonBarros

Madeira mit dem Auto:

150 Tunnel verbinden die Insel auf rund 100 km in alle Himmelsrichtungen. Da bietet es sich doch an, mit einem Leihwagen die Insel mit seinen schroffen Klippen, typischen Orten und Steilküsten in eigenem Tempo zu erkunden. Der längste Tunnel mit 3,2 Kilometer verbindet die Gemeinden Faial mit Santana. Das kleine Dorf zeigt sich noch mit seinen traditionell strohgedeckten Häusern. Das Fischerdorf Camara de Lobos und das Bergdorf Curral das Freies sind für ihre einzigartige Lage lohnenswert. Die Grotten von Sao Vicente sollte man auf alle Fälle mit einem ortskundigen Führer besichtigen. Wie sich Einheimische mit Lebensmitteln eindecken, das findet man in einem der ursprünglichen Bauernmärkte in Porto Moniz.

Madeira zu Fuß erwandern:

Die Vulkaninsel Madeira ist von schroffen Klippen, steilen Hängen und Bergen mit bis zu 1.862 Höhenmetern durchzogen. Da schlägt so manches Bergsteigerherz höher. Traumhaft sind die Ausblicke über Berge, Landschaft und Meer. Wo sonst findet man diese Mischung an Seelenstreichler? Insgesamt gibt es 30 ausgewiesene Wanderwege auf circa 192 Kilometern. Dabei sollte man aber nie die Taschenlampe vergessen, denn auch diese Wanderwege führen durch Tunnel. Zu einem großen Teil verlaufen die Wanderwege entlang der künstlichen Wasserläufe, den sogenannten „Levadas“. Zahlreiche Wasserfälle, die wunderschönen  „Miradouros“ mit den besten Aussichten auf schroffe Klippen, das Meer und einzigartige Täler im Zentrum der Insel belohnen Wanderer für ihre körperlichen Anstrengungen.

Madeira Cópia de Massaroco_Boca da Corrida(c)FranciscoCorreia

Cópia de Massaroco_Boca da Corrida(c)FranciscoCorreia

unvergesslich 2:

atemberaubende und einzigartige Flora und Fauna

Die tropische Blumeninsel mit über 1204 verschiedenen Pflanzenarten macht ihrem Namen besonders im Frühjahr große Ehre. Madeira grünt und blüht über das ganze Jahr.
Die geographische Lage und das subtropische Klima Madeiras mit ganzjährigen Temperaturen von 20 bis 28 Grad begünstigen eine reichhaltige und üppige Flora. Farbenfroh präsentieren sich die Pflanzen und Blumen über die gesamte Insel, die einen Kontrast zu den schroffen Bergen bilden. Etwa 1204 Pflanzenarten gibt es auf Madeira, darunter rund 154 endemische: Madeira-Veilchen, Knabenkraut oder prächtiger Natternkopf beispielsweise sind nur auf Madeira zu finden. Hier werden manche „Minipflanzen“ aus der europäischen Regionen sogar so groß wie fast unsere Bäume. Ein Besuch lohnt sich auf alle Fälle in den vielen botanischen Gärten der Insel. Die Berghänge der Hauptstadt Funchal zeigen sich in ihrer exotischen Pracht besonders schön. Unbedingt sehenswert ist der Lorbeerwald „Laurissilva“, der 20 Prozent der Insel bedeckt und über 15 Millionen Jahre alt ist. Seit 1999 zählt er zum UNESCO-Weltnaturerbe und gilt weltweit als der größte Wald seiner Art. Besondere Blumenarten wie die Strelitzie, Lilien, Callas und viele weitere, sowie grüne Terrassen mit landwirtschaftlichem Anbau ziehen sich über die ganze Insel und stehen im Kontrast zu den schroffen Bergen im Zentrum Madeiras. Freilebende Säugetiere findet man hier kaum, dafür aber eine atemberaubende Vielfalt an Vögeln – ideal für Vogelbeobachtungen auf der ganzen Insel.

 

unvergesslich 3: Eine Insel der Feste und Lebensfreude

Langweilige Häuser und Türen waren gestern. In der Altstadt der Inselhauptstadt Funchal schlendert man durch ein lebendiges Kunstprojekt unter freiem Himmel. Einheimische Künstler verwandeln Türen (Portas Pintadas) und Fassaden zu einzigartigen Kunstwerken. Aber auch in den historischen Stadtvierteln mit Museen, Kirchen und Parks kommen Kunstgenießer voll auf ihre Kosten.

Die tropischen Gärten im Ortsteil Monte sind alleine schon ein Fest für die Augen. Wer dabei noch jede Menge Spaß erleben will, der kann mit den sogenannten „Carreiros do Monte“ (Korbschlitten) durch eine zwei Kilometer lange Strecke steuern. Was heute eine weltberühmte Tradition ist, war im 19. Jahrhundert ein alternatives und schnelles Transportmittel der Stadt.

Das ganze Jahr über wird auf Madeira gefeiert und volkstümliche Bräuche zelebriert. Auch wenn Entspannung und Sonnenbaden auf dem Programm der Insel stehen, sollte man sich das eine oder andere Highlight auf keinen Fall entgehen lassen.

April / Mai Blumenfest

Zur Feier des Frühling verwandelt sich Funchal in ein Blumenfest voller Farben und Phantasie. Am Samstagvormittag nehmen Hunderte von Kindern am Kinderumzug teil und bringen eine Blume an der „Mauer der Hoffnung“ an. Zum Abschluss der Zeremonie lässt man Tauben in den Himmel steigen. Sonntags zieht ein BLumenkorso durch die Stadt. Begleitet von Festmusik ziehen hunterte von festlich gekleideten Menschen und blumengeschmückte Wagen durch die Stadt. Am Hauptplatz der Avenida Amaga findet ein Blumenmarkt statt.

Juni – Atlantik Festival

Der Sommer auf Madeira wird mit fulminanten Feuerwerken, untermalt mit künstlerischen Darstellungen eingeläutet. An den Wochenenden feiert man in Restaurants an der Praca do Povo Sonnenuntergangsparties. Das älteste World Music Festival „Raizes do Atlantico“ (Wurzeln des Atlantiks) stellt drei Tage lang Musikkulturalität, Tradition und Moderne in den Vordergrund. Es vereint die Musik Madeiras mit der Musik der Welt in den schönen Gärten der embelmatischen Quinia Magnolia. (www.festivalraizesdoatlantico.com)

August / September Madeira Weinfest

Traditionell an den ersten beiden Septemberwochenenden lassen die Bewohner die uralten Bräuche wiederaufleben. Aus allen Teilen Europas reisen Folkloregruppen an zur Europäischen Folklorewoche im Auditorium des Stadtgartens Funchal. Ein ethnografisch, historischer Festzug erzählt die Geschichte des Madeira Weins und zieht am zweiten Wochenende durch die Avenida Ariaga und die Praca do Povo. Lebendige Bilder und Figuren schmücken die Straßen mit Hintergrundinformationen zu Wein und Leute. Traditionell trifft man sich am dritten Wochenende in Estreito de Camara de Lobos – einem typischen Landgut zum großen Weinfest. Dort werden Weintrauben zu unterhaltsamer Musik und typischer Kulinarik gestampft. Ein Volksfest, dass vor Lebensfreude sprüht.

September  Kolumbus Festival Porto Santo

Im Mittelpunkt des Festivals steht das Alltagsleben des 16. Jahrhunderts, als Christopherus Kolumbus auf der Insel lebte. Volksfest, Abendessen im Stil des 16. Jahrhunderts, militärische Ausrüstung, Kinderbereiche mit altertümlichen Spielen und ein vielseitiges Zirkus- und Theaterprogramm können Besucher gerne auch in zeitkonformer Kleidung erleben, so wie es damals gewesen sein muss.

Oktober Fest der Natur

Eine Woche lang sprüht die Insel mit Angeboten rund um die Natur. Dabei stehen zum einen die einzigartigen Naturräume im Programm. Zum anderen bieten unzählige Angebote zu Land, zu Wasser und in der Luft das gesamte Sport- und Erlebnisspektrum Madeiras an. Alle Altersgruppen haben die Qual der Wahl zwischen Sport, Unterhaltung, Spaß und Ruhe.

Dezember „Das Fest“ Weihnachtsfeier und Silvester

„Das Fest“ nennen die Einheimischen die Adventszeit. Es beginnt Anfang Dezember mit dem Aufbau der Krippen und Zubereitung der typischen Weihnachtsgerichte. Darunter der beliebte Bolo-de-Mel (Honigkuchen), hausgemachte Liköre und dem Vinha de Alhos (Fleisch mit Wein und Knoblauch). Vor Heilig Abend finden frühmorgens neuen Geburtsgottesdienste statt.  „Mercado dos Lavradores“ ist am 23.12. in Funchal der Treff für Einheimische und Touristen, um die letzten Weihnachtsgeschenke einzukaufen. Man feiert dabei gemeinsam und singt Weihnachtslieder. Das wohl beindruckendste Feuerwerk der Welt gibt es zu Silvester auf Madeira. Madeiras Feuerwerk hat sogar den Einzug in das Guinnes Buch der Rekorde als offiziell größtes Feuerwerk der Welt geschafft. Für Licht und Hoffnung für das neue Jahr!

 

unvergesslich 4: Kulinarik und Küche

Ein Klassiker der madeirensischen Küche ist Espetada. Ein Rindfleischspieß, bei dem das Fleisch auf einen Lorbeerast gespießt und über Holzkohle gegrillt wird. Serviert wird
das Fleisch mit Kartoffeln und Salat. Für Fischliebhaber wiederum kommt Espada auf den Tisch. Der schwarze Degenfisch aus der Tiefsee ist eine Delikatesse der Insel und wird oft mit
gebackenen Bananen und Maracuja serviert. Eine lange Tradition hat auch der Madeira-Wein, der als Aperitif oder Dessertwein getrunken wird. Geerntet werden die Trauben in der Regel von Ende August bis September, wo auch das traditionelle Weinfest stattfindet, das die auf Madeira produzierten Weine feiert. Eines der wichtigsten landwirtschaftlichen Erzeugnisse auf Madeira ist seit dem 15. Jahrhundert außerdem Zuckerrohr. Bis heute wird aus dem zuckerhaltigen Saft Zuckerrohrschnaps hergestellt. Dieser ist Bestandteil des Nationalgetränks  „Poncha“. Zur Zubereitung wird mit einem speziell geformten Holzstößel je ein Drittel Zuckerrohrschnaps, der Saft von Zitronen oder Orangen und Honig gemischt.

Sport und wasser auf Madeira

Lavageformte Naturbecken für Wasserratten

unvergesslich 5: Sport und Wasser

Bei einem so verlockendem kulinarischem Angebot darf die Bewegung auf keinen Fall fehlen ;).  Wer sich lieber auf dem Wasser austobt, der hat auch hier unzählige Möglichkeiten.  An den Küstengebieten gibt es ein großes Angebot für Surfer, Kitesurfer, Segler, Sportfischer, Ruderer und Kanufahrer und beeindruckende Bootsfahrten für Naturliebhaber:  Madeira zählt zu den weltweit bekanntesten Spots für Wal- und Delfinbeobachtungen. Taucherherzen schlagen wahrscheinlich höher, wenn sie die Vielfalt der Unterwasserwelt eintauchen. Die Inselgruppe Madeira ist bekannt als excellentes Reiseziel für erfahrene Taucher, Tauchanfänger und all diejenigen, die Lust haben, einmal in die beeindruckende Unterwasserwelt einzutauchen.

Wasserratten kommen auf Madeira natürlich voll auf ihre Kosten. Empfehlenswert ist die Lagune von Calheta und der Sandstrand von Porto Santo mit kristallblauem Meer. Kinder und Erwachsene finden eine Vielzahl an Angeboten zum radeln, Tennis spielen, golfen, reiten, tauchen und  paragliden

Beim MIUT – Madeira Island Ultra Trail (22.04.-24.04.2023)  sind alljährlich mehr als  2.000 Teilnehmer am Start. Über 115 Kilometer durchqueren die Athleten die vielfältigen und
einzigartigen Landschaften der Insel von einem Ende zum anderen, besonders herausfordernd sind die langen Ab- und Aufstiege.

Mountainbiker treffen sich zur TransMadeira (16.05.-20.05. und 20.09.-24.09.23). Dieses Enduro-Rennen verbindet ein Abenteuer auf Madeira mit dem Besten, was das
Mountainbiken zu bieten hat. Bei der TransMadeira geht es darum, in möglichst kurzer Zeit rund 200 Kilometer auf Strecken in unterschiedlichsten Geländetypen zurückzulegen. Die
Route führt rund um die Insel von Machico im Osten nach Calheta im Westen.

Ultra Skyrunning Madeira (16./17.06.23)  fordert den Teilnehmern zahlreiche Berg- und Kletterpartien ab und ist einer der äußerst anspruchsvollen Laufwettbewerben. Santana, an der Nordküste von Madeira gelegen, ist mit seinen atemberaubenden Pfaden der perfekte Ort dafür.

Reisetipps Madeira

  • beste Reisezeit: ganzjährig
  • Europäer können mit Reisepass ein- und ausreisen. Andere Länder mit Visa – bitte informieren Sie sich in Ihrem Land.
  • Zeitzone: Greenwich – d.h. Zeitverschiebung um eine Stunde (10 in D bedeutet 9 in Madeira)
  • Sprache: portugiesisch
  • Währung: EURO
  • weiterführende Informationen >>
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