12. Dez 2016 | Sport- und Wandertipps

Ortovox – Social Report

Birgit M. Widmann

Ortovox Social Report 2016

ORTOVOX Social Report – die Firma bietet mit seinen Produkten Schutz bei alpinen Unternehmungen. Neben Notfallprodukten wie LVS-Geräte, Lawinenschaufeln und -sonden gehört eine vielfältige Bekleidungslinie zum Portfolio. Seit 1988 setzt man auf Wolle als nachhaltigen und hochfunktionalen Rohstoff.

Seit Juli 2015 ist Ortovox Mitglied bei der Fair Wear Foundation. Insgesamt 30 Lieferanten, davon über die Hälfte für textile Produkte ist aus Europa (65,6% gemessen am FOB). Diese Ausrichtung ist dem Unternehmen wichtig.
Im letzten Geschäftsjahr (1.7.2015- 30.6.2016) wurde einer der Rucksackproduzenten aus Vietnam mit gutem Ergebnis auditiert. Damit stammen nun 96% des Produktionsvolumens aus sogenannten Nicht-Risikoländern oder aus auditierten Fabriken.

Das sagt STEFAN KRAUSE, HEAD OF PRODUCT BEI ORTOVOX

WARUM PRODUZIERT ORTOVOX SO VIEL IN DER EU?

Wir haben zwei Supply Chains: Die eine läuft über Asien, die andere über Europa. In beiden Fällen ist es uns wichtig, dass zwischen dem Ursprung der Rohmaterialien und dem Ort der Verarbeitung keine unnötigen Distanzen vorherrschen. Deshalb findet der eine Teil in Asien statt. Produktionsschwerpunkt in Europa bedeutet aber eine
leichtere Abstimmung und Flexibilität. Ein weiterer Grund für die Produktion in der EU ist die hohe Spezialisierung: Wenn wir komplexe Stoffe entwickeln und diese verarbeitet werden, versuchen wir so oft wie möglich in den
Produktionsstätten zu sein. Innerhalb Europa ist die physische Nähe zum Lieferanten einfacher, die Kommunikationswege offener. Das wirkt sich positiv auf die Qualität aus, die von uns in Europa als auch in Asien geprüft wird. Europäische Lieferanten teilen eher unser Verständnis von Lean Production, Zuverlässigkeit und
Genauigkeit, was die Abstimmung erleichtert. Hinsichtlich Design und Verarbeitungstechnik unterscheiden sich die Supply Chains nicht. Das unternehmerische Risiko versuchen wir mit der Produktion in Europa ebenfalls gering zu halten: Die Währungsschwankungen des Dollars sind nicht zu unterschätzen und für die Zukunft eher ein Risikofaktor.

MADE IN EUROPE – SIND DIE ARBEITSBEDINGUNGEN WIRKLICH BESSER?

Die meisten EU-Länder werden von der Fair Wear Foundation als low-risk-country eingestuft: Länder mit geringem Risiko für Arbeitsrechtsverletzungen. Diese verfügen über Gewerkschaften, Arbeitnehmervertretungen, Tarifverträge, NGOs und funktionierende Institutionen. Die Arbeitsbedingungen werden auf lokaler Ebene beobachtet und verbessert. Das ist in Asien oft nicht gegeben, weswegen es externer Überwachung bedarf. Dabei ist die FWF ein
kompetenter Partner. Trotzdem gibt es in Asien Fabriken mit guten Arbeitsstandards und Arbeitnehmervertretungen. Die Unternehmen müssen selbst richtige Partner wählen – in Europa wie in Asien.

WIE SIEHT DER WEG IN DIE ZUKUNFT AUS?

Leichte Prozess-Abstimmung und kurze Transportwege stehen für ORTOVOX im Vordergrund. Deswegen soll Europa als Produktionsstandort gestärkt werden und in Asien heruntergefahren werden. Zwar haben die Asiaten einen Kostenvorteil in ihrer Produktion, jedoch wird es in China und Vietnam zu Lohnsteigerungen kommen, was den Vorteil nivelliert. ORTOVOX steht für hochqualitative und auch hochpreisige Produkte, weil überwiegend hier produziert wird. Diese Qualität möchten wir dauerhaft gewährleisten. Die Nähe zum Lieferanten ist der richtige Weg dorthin.

Weitere Detailinformationen zu den Produkten und dem Unternehmen unter www.ortovox.com

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