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Das war das Böllerschießen unter der Bavaria

Das war das Böllerschießen unter der Bavaria

Jedes Jahr am letzten Oktoberfestsonntag punkt 12 Uhr knallt es laut unter der Bavaria. Denn dann versammeln  sie sich, die Böllerschützen, Schützenvereine und Teilhaber des weltweit größten Landesschießens auf dem Oktoberfest in München.

2018 waren rund 70  Frauen und Männer auf der Treppe unter der Bavaria versammelt. Darunter auch ein Frauenverein, der sich vor sieben Jahren gegründet hat.

Das Böllerschießen ist noch ein Rest der alten Tradition, so wie man früher zu Beginn des Oktoberfests feierte. Damals gab es noch keine Fahrgeschäfte. Darum vergnügte man die Besucher mit Fecht-, Ring- und Schießwettbewerben.

Heute noch finden im Schützenfestzelt die jährlichen Meisterschaften der BSBB Oktoberfest Landesschießen statt. Siehe hierzu den Link auf das BSSB.

Geböllert wird unter der Bavaria mit Schwarzpulver. Das gibt einen lauten Knall und eine spektakuläre Rauchwolke. Das Böllern selbst hat in Bayern eine lange Tradition. Bereits im 15, Jahrhundert wird es erwähnt. Doch woher der Brauch kommt, konnte bisher nicht herausgefunden werden. Manche Quellen sagen, dass man mit dem Böllern die bösen Geister vertreiben, das Wetter für eine gute Ernte stimmen und Lebensfreude spenden wollte. Es wurde inTirol, Bayern, Westfahlen bis nach Mecklenburg angewandt.  Anlässe waren Geburtstage, Taufen und Hochzeiten. Seit 2009 hat der Bayerische Sportschützenbund seine eigene Böllerschützenordnung. Jeder Böllerschütze muss über sein Können eine Prüfung vor dem zuständigen Gewerbeaufsichtsamt ablegen. Bayern alleine zählt derzeit ca. 720 Böllergruppen mit 9.850 Böllerschützinnen und -schützen.

Die Sieger des Jahres 2018 gibt es als Download auf der Seite des BSSB >>

 

 

alt und neu - Josef Hohenleitner und Norbert Schussmann

“alt” und neu – Josef Hohenleitner und Norbert Schussmann

 

Josef Hohenleitner gründete den Brauch des Böllerschießens unter der Bavaria

Beim diesjährigen Böllerschießen führte der neue Leiter Norbert Schussmann das Kommando. Der Gründer des Böllerschießens unter der Bavaria vor 22 Jahren trat im Jahre 2017 im Alter von 80 Jahren zurück. Josef Hohenleitner war natürlich als Ehrengast mit dabei. Glücklich war er darüber, dass dieses Jahr 70 Böllerschützen und -schütinnen mit dabei sind. Er hörte genau, ob alle zum richtigen Zeitpunkt zündeten … beim ersten Mal waren zwei zu spät … wie kann man dies aus dem großen Knall heraushören? … das wäre reine Erfahrung, meinte er lächelnd. Ein wenig Wehmut spürte er schon .. doch alles hat einmal ein Ende – so seine Einstellung. Er ist aber immer noch aktiv und unterstützt die Böllerschießer bei weiteren Anlässen wie Hochzeiten und Feierlichkeiten. Damals vor 22 Jahren nahm er die Initiative in die Hand und beantragte, dass die Landesschützen das Oktoberfest mit einer großen Salve verabschieden dürfen. Seither schiißen sie jedes Jahr und der Termin steht fest im Veranstaltungskalender des größten Volksfestes der Welt. Josef Hohenleiter ist mehr als aktiv. Was er uns verriet: Er ist leidenschaftlicher Fallschirmspringer. Mit mehr als 2.000 Sprüngen schaute er sich die Welt gerne von oben an.

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Fotos und Berichte aus den Vorjahren Oktoberfest >>

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