Oper: NEHANDA von nora chipaumire und
Performance von Okwui Okpokwasili & Peter Born BRONX GOTHIC (New York City

Die Oper NEHANDA erzählt die Legende von Nehanda, einem Mhondoro-Geist, der von den Shona verehrt wird, die in Simbabwe und Zentralmosambik beheimatet sind. Im späten 19. Jahrhundert organisierte Nehandas Medium,

Charwe Nyakasikana, die ersten Aufstände in dem damals britisch besetzten Gebiet. Sie wurde gefangen genommen und erhängt. Die Radio Oper NEHANDA ist eine juristische und philosophische Verteidigung für die ersten Held*innen des Befreiungskampfes in Simbabwe. Das Libretto basiert auf dem überlieferten Gerichtsverfahren „The Queen vs. Nehanda“ (1898). Die immersive Performance besteht aus drei Kapiteln und wird in einer nicht-linearen Zeit auf Shona, Ndebele und Englisch erzählt.

nora chipaumire wurde 1965 im damaligen Umtali, Rhodesien (heute Mutare, Simbabwe) geboren. Ihre Ausbildung ist ein Produkt der kolonialen Bildung für schwarze einheimische Afrikaner*innen – bekannt als Gruppe B-Schulung – und weiterführenden Studien an der Universität von Simbabwe (Rechtswissenschaft) und am Mills College in Oakland, Kalifornien (Tanz).

Performance von Okwui Okpokwasili I Peter Born BRONX GOTHIC (New York City)
am Montag, den 1.11.21 um 20 Uhr und am Dienstag, den 2.11.21 um 20 Uhr

BRONX GOTHIC befindet sich an der Schnittstelle von Theater, Tanz und visueller Kunstinstallation und verhandelt die spannungsgeladene Beziehung zweier Mädchen, die in den 1980er Jahren in der Bronx aufwuchsen. Die Regisseurin und Performerin Okwui Okpokwasili entwickelte BRONX GOTHIC in Zusammenarbeit mit dem Regisseur und Designer Peter Born. In BRONX GOTHIC wird eine fiktive Welt um das Erwachsenwerden eines jungen Mädchens geschaffen, mit einer Erzählung, die von Briefromanen und zeitgenössischen Griots beeinflusst ist. Die Choreografin, Tänzerin und Performerin Wanjiru Kamuyu verkörpert das Stück nun mit einer neuen Energie. In einer Kombination aus Bewegung, Songs und schriftlichen Korrespondenzen beschäftigt sich BRONX GOTHIC mit der universellen Erfahrung eines Körpers in Transformation. Wie gehen wir mit den multiplen Zuständen um, die in einem Körper vorhanden sind? Mit einer Sprache die zwischen unverblümt, poetisch, grob und komisch changiert, beschwört und erforscht Okwui Okpokwasili diese Jugendfreundschaft, die sich in einem Durcheinander von Beleidigungen, Wut und Liebe äußert.

Okwui Okpokwasili ist eine in Brooklyn lebende Künstlerin, die an der Schnittstelle von Theater, Tanz und Installation arbeitet. In Zusammenarbeit mit ihrem Partner Peter Born kreiert Okwui Okpokwasili multidisziplinäre Projekte. Dazu gehören die mit dem „Bessie“-Preis ausgezeichnete Produktion PENT-UP: A REVENGE DANCE, das mit dem „Bessie” Award ausgezeichnete BRONX GOTHIC, POOR PEOPLE’S TV ROOM, WHEN I RETURN WHO WILL RECEIVE ME ADAKU’S REVOLT etc.

In den letzten Jahren hat Okwui Okpokwasili an SITTING ON A MAN’S HEAD gearbeitet, einer kollaborativen, improvisatorischen Klangpraxis mit mehreren Künstler*innen, die von den vorkolonialen, verkörperten Protestpraktiken südostnigerianischer Frauen inspiriert ist.

Peter Born arbeitet als Regisseur, Komponist und Designer von Performance- und Installationsarbeiten, zuletzt in Zusammenarbeit mit Okwui Okpokwasili an deren Installation POOR PEOPLE’S TV ROOM (SOLO).

Eine Kooperation von Haus der Kunst und SPIELART Theaterfestival.

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