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16 Jahre Aktion sichere Wiesn auf dem Oktoberfest

16 Jahre Aktion sichere Wiesn auf dem Oktoberfest

Damals im Jahre 2003, als die Kooperation von AMYNA e.V., IMMA e.V. und der Beratungsstelle Frauennotruf München für das Oktoberfest begann, nahmen 28 Frauen das Angebot auf dem Oktoberfest an. Letztes Jahr – nach 16 Jahren waren es schon 257 Frauen, die während Ihres Wiesnbesuches Hilfe von den meist ehrenamtlich arbeitenden Mitarbeiterinnen in Anspruch nahmen. 16 Jahre Aktion sichere Wiesn auf dem Oktoberfest ließ das Modell zum Vorzeigeprojekt werden. Heute werden Sie als Vorbild für andere große Festivals in Deutschland oft nach Rat und Hilfe gefragt.

Täglich sind in der Einsatzzentrale zehn bis zwölf Mitarbeiterinnen im Einsatz. Es geht nicht nur um Härtefälle sexueller Belästigung, sondern auch darum, dass junge Frauen einen Rückzugsort finden, indem sie wieder zur Ruhe kommen können und sich orientieren. Oft reicht es schon aus, dass das leere Handy aufgeladen wird, dass man herausfindet, wo sich die Unterkunft befindet und den Mädchen und Frauen einen beruhigenden Rahmen gibt. Was sich leicht anhört, hat oft mit sehr viel Detektivarbeit zu tun. Denn so manche, gerade nicht aus München stammende Besucherinnen des Oktoberfests ist orientierungslos, wenn sie ihre Gruppe verloren hat. Da kann es schon mal vorkommen, dass man nachts die  Eltern in Australien anruft. Geholfen wird auf jeden Fall und für jede Situation gibt es eine Lösung. Die Organisation arbeitet eng mit den Oktoberfest Sanitätern, dem Fundbüro und der Wiesnpolizei zusammen. Im Beraterteam sind täglich mindestens zwei psychologische Fachkräfte vor Ort, um in jeden Fall Erste Hilfe zu leisten.  Die Wiesnwirte unterstützen die Aktion monetär als auch mit Werbung. Bedienungen wissen um die Beratungsstelle und begleiten oft auch Frauen in das Büro auf der Wiesn.

Das Angebot spricht sich während des Oktoberfests herum. Dieses Jahr startet im August eine großangelegte Werbekampagne mit Postkarten und Plakaten.

Sexuelle Gewalt gegen Frauen wird oft noch als Kavaliersdelikt gesehen. Man bagatellisiert und gibt den Betroffenen Mitschuld durch ihre Kleidung und ihr Verhalten. Das verunsichert die betroffenen Frauen und lässt Angst vor einer Mitschuldzuweisung entstehen. Oft verschweigen deshalb Frauen das Vorgefallene und bringen es nicht zur Anzeige bei der Polizei. ” Selber schuld – Wenn Sie auch soviel trinkt oder so wie sie angezogen ist ….” diese Schuldzuweisungen fallen oft während des Oktoberfests. Wer dies unterstützt, der verhindert, dass der Täter zur vollen Verantwortung gezogen wird. Frauen haben das Recht, sich anzuziehen und zu verhalten, wie sie sich gutfühlen. Alle Argumente rechtfertigen keinen sexuellen Übergriff. Ein nein ist ein nein!,

Dieses Jahr startet eine groß angelegte Kampagne mit Postkarten und Plakaten bereits vor Wiesnbeginn am 10.09.2018. Die Kampagne sollte vor allem auswärtige Besucherinnen und Ausländerinnen für das Angebot sensibilisieren.

Männer, die sexuell belästigt werden, können leider nicht dieses Angebot wahrnehmen, da die Räume ausschließlich Frauen vorenthalten sind. Sie können sich an das Erste Hilfe Zentrum im Servicezentrum wenden.

Zu finden ist der Security Point für Frauen im Servicezentrum auf der Wiesn neben dem Erste Hilfe Zentrum. Geöffnet während der Oktoberfestzeit täglich ab 18.00 Uhr , an den Wochenenden bereits ab 15.00 Uhr. Geschlossen wird gegen 24.00 Uhr.

Alle Informationen auf der Webseite der Initiative Sichere Wiesn für Madchen und Frauen. Es lohnt sich auf alle Fälle – und wenn es nur für das Gewinnspiel mit über 100 attraktiven Preisen ist.  >>

 

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