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Eigentlich wollte man nur den Friedhof erweitern. Dabei stieß 1982 der Bagger auf ein Tuffplattengrab mit menschlichen Knochen. Die darauf folgenden Grabungen brachten einen Schatz zu Tage:  Ein frühmittelalterlicher Separatfriedhof mit 20 Bestattungen. Das Steinfundament einer Kirche unter deren Pfostenlöcher sich  eine deckungsgleiche Holzkirche befand. Diese wurde anscheinend einige Zeit vor der Steinkirche errichtet.  Man geht davon aus, dass der Friedhof im 7. Mit dem Fund wurde Herrsching um eine einzigartige Attraktion reicher.

Vor allen die frühchristliche Kirche ist derzeit die einzige bekannte Steinkirche  im südbayerischen Raum, die Zeugnis ablegt von der um 600 beginnenden Bayernmission, welche vom nordburgundischen Kloster Luxeuil, das von dem Iren Columban gegründet worden war, ausging. Sein Nachfolger, der Abt Eustasius (615 – 629) und seine Mönche kamen nachweislich als Glaubensboten in das agilofingische Baiern. Kern des Archäologischen Parks bildet die rekonstruierte frühchristliche Adelskirche des 7. Jh. Mit einem Museum das u.a. die mehrteilige Gürtelgarnitur und den Waffensatz eines hochgestellten Bajuwaren zeigt. Jahrhundert entstand.

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