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Einzigartige Gesundheitsleistungen exklusiv für Versicherte in Bayern! Auf Initiative der Felix Burda Stiftung haben sich alle bayerischen Krankenkassen unter der Konsortialführung der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) zur Durchführung des vom Innovationsfonds der Bundesregierung geförderten Modellprojekts FARKOR zusammengeschlossen. Ziel des Projekts ist es, ein vorhandenes familiäres Darmkrebsrisiko bei Versicherten im Alter von 25 bis 49 Jahren möglichst so früh zu identifizieren, so dass diese vor einer Darmkrebserkrankung bewahrt werden können. Hausärzte, Internisten, Hautärzte, Gastroenterologen, Gynäkologen, Urologen und Onkologen in Bayern machen mit. Start des Projekts: Oktober 2018 www.darmkrebs-in-der-familie.de

Darmkrebs ist die einzige Krebsart, die nachweislich durch Früherkennung heilbar ist. Vier Millionen Menschen in Deutschland haben eine Veranlagung zu Darmkrebs, jährlich erkranken 60 Tausend Menschen daran. Bei 30% dieser Erkrankungen konnte eine familiäre Vererbung fetgestellt werden. Wenn es einmal in der Familie Darmkrebs gab, so ist das Risiko der Nachkommen um ein Vielfaches höher, ebenfalls daran zu erkranken. Je früher dieser erkannt wird, umso höher ist die Chance der Heilung. Eine Vorsorgeuntersuchung wird derzeit von den Kassen ab einem Alter von 50 Jahren bezahlt. Diese Altersbegrenzung entstand, da altersbedingt ab diesem Alter die Häufigkeit an Darmkrebs ansteigt. In den letzten Jahren wurde jedoch festgestellt, dass auch jüngere Menschen daran erkranken. Der höchste Anstieg ist in der Altersgruppe von 20- bis 35-jährige zu beobachten. Das spricht dafür, diese Vorsorgemaßnahmen bereits früher anzusetzen sind. Aufgrund der Erkenntnisse des erblichen Risikos setzt das für Bayern in 2003 initiierte Projekt auf eine Familienanamnese, die überprüft, ob ein familiäres Risiko besteht. Ist dies der Fall, so haben die Patienten Anrecht auf eine vorgezogene Vorsorgeuntersuchung. Das betrifft alle zwischen 25 und 49 Jahren Lebensalter.

Am Projekt Farkor (Vorsorge bei familiärem Risiko für das kolorektale Karzinom) nehmen ca. 15.000 Hausärzte, Gynäkologen, Urologen, Onkologen, Gastroenterologen und Internisten teil. Bereits an Darmkrebs erkrankte Familienangehörige werden durch die Krankenkasse direkt angeschrieben, und auf die Vorsorgeleistung ihrer Familienmitglieder aufmerksam zu machen.

Wie finden Sie Ihren Arzt für die FARKOR Untersuchung?Link zur Suchmaschine der teilnehmenden Ärzte.

Die familiäre Risikogruppe erhält eine kostenfreie Familienanamnese. Liegt ein Indiz vor, so besteht die Möglichkeit einer weiterführenden Vorsorgeuntersuchung wie beispielsweise Stuhltest oder einer Darmspiegelung (Kordoskopie).

Schirmherrin FARKOR ist Frau Melanie Huml, Bayerische Staatsministerin für Gesundheit und Pflege. Das Projekt wrid von den bayerischen Krankenkassen, der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns, dem Institut für medizinische Informationsverarbeitung, Biometrie und Epidemiologie der Münchner Universität und der Felix Burda Stiftung gemeinsam durchgeführt. Das Erfolgsmodell in Bayern ist so angelegt, dass es nach Projektende (2020) auf ganz Deutschland übertragen werden kann.

Weiterführende Informationen zum Projekt: darmkrebs-in-der-familie.de

Autor Birgit M. Widmann – Fachthemen: Tourismus, Gesundheit, Fotojournalismus.

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