Wartaweil ist ein Ort am Ammersee und liegt auf dem Weg von Herrsching am Ammersee Richtung Fischen und Weilheim.

Genau genommen ist dies ein Ort, der uns heute in der Coronazeit verdeutlicht, dass man manchmal im Leben einfach warten muss. …Wartaweil heißt auf hochdeutsch: Warte eine Weile – dieser Ort war früher angeblich eine Schiffanlegestelle für die Fahrt nach Dießen zum gegenüberliegenden Ufer des Sees. Und weil es damals nicht so genau mit den Abfahrtszeiten war, wie wir es heute gewohnt sind, wartete man hier wohl manchmal ein bischen länger. So entstand wohl der Name Wartaweil unter denen, die sich hier trafen und gemeinsam auf die Überfahrt warteten.

Das Ufer des Ammersees ist hier besonders schön, sieht man direkt auf das Marienmünster in Dießen am Ammersee und auf die Bergkette der Alpen. Wilde Büsche, weitläufige Aussichten auf den See und so mancher Vogelschwarm aus dem Vogelschutzgebiet zwischen Dießen und Fischen unterstreichen die Schönheit. Der Ammersee spuckt so manches Mitbringsel des Ammerzuflußes an den Ufern aus und so kann man bei Spaziergängen das ein oder andere schöne Treibholzunikat entdecken, was der Gebirgsfluß auf seinem Weg mit sich bringt.  Einige Villen bilden den heutigen Ort, die sich großzügig entlang des Ammerseeufers ziehen. Sonst ist es hier ruhig und entspannend. Erwähnenswert ist das Naturschutzzentrum Wartaweil mit seiner bekannten Villa und dem naturnahen Park.

Das Schloss Wartaweil

Das Haus auf dem Naturschutzgelände des BUND Naturschutz hat sehr historische Hintergründe. Erbaut wurde es durch Davis George – aber genaues weiß man nicht. Angeblich wollte er hier ein Abbild von Schloss Neuschwanstein entstehen lassen. Am Bau war auf alle Fälle August Pittino, ein Maurermeister aus der Provinz Udine, Italien beteiligt. Um das Jahr 1890 meldete Dr. Schweizer, der angeblich Engländer oder Amerikaner war, den Bau an. Im Jahre 1898 ging der Besitz an den Gastronomen Florian Berchtold über. Doch blieb es nicht lange in seinen Händen. Bereits ein Jahr später erwarb Davis George aus München-Pasing das Anwesen zu 9.500 Goldmark. 1907 ging der Besitz dann an den Münchner Arzt D. Karl Franke weiter.

Vor dem ersten Weltkrieg wurde Wartaweil Bedarfs-Anlegestelle. Am Steg legten täglich 5 Schiffe über den Tag verteilt an und es gab einen Kiosk mit Erfrischungen. Das Schloss eröffnete eiinen Restaurantbetrieb und einen Segelbootsteg, damit auch die “Wasserpassanten” hier Stopp machen konnten.

Das Schlosscafe gab es bis in das Jahr 1965. Cafetier Christian Schrauf aus Herrsching war der letzte Betreiber und führte die Gaststätte mit einem kleinem Hotel von 13 Betten für die Übernachtung.

Damals erwarb der aus Augsburg stammende Kaufmann Otto Schnitzenbaumer den Betrieb und baute das Schloß um. Seither gibt es die zinnenbewehrten Türme nicht mehr, aber den restlichen Schloßcharakter hat es noch heute.

https://www.bund-naturschutz.de/umweltbildung/oekostationen/wartaweil.html

Die Weiße Säule in Wartaweil

Eine weiße Säule aus dem Jahre 1629 steht noch heute hier an diesem Wartepunkt der Vergangenheit. Sie diente Fischern und Pilgern als Orientierung. Hier befinden Sie sich auch auf dem bayerischen Jakobsweg, der mit den Klostern Andechs und dem Marienmünster wichtige Anlaufplätze verbindet. Und kraftvoll ist es hier besonders dank der verlaufenden Leylinie. Heute können Sie in Herrsching am Ammersee mit den Schiff auf das andere Ufer übersetzen.

Ramsee Gedenkstein

Gegenüber im Wald stand einmal der Ort Ramsee. Ein Gedenkstein erinnert heute noch im Wald an die frühe Besiedlung.(von Herrsching kommend biegen Sie hier in Höhe der KFZ-Werkstätte links in den Wald ein).  Der Ort wurde erstmals im Jahre 1223 unter Sifrious de Ramesoue, Ministeriale der Grafen, erwähnt. Eingetragen wurde er 1280 als Urbar. Sechs Häuser mit 42 Einwohnern wurden um 1800 gezählt. Im Jahre 1852 kaufte der Klostergutsbesitzer Felix Christian Wieninger Ramsee, um ihn sieben Jahre später mit hohem Gewinn an den Staat weiterzuverkaufen. Daraufhin wurde auf dem Ortsgebiet ein Wald gepflanzt und das letzte noch bestehende Gebäude – die Kirche – abgerissen.  Seit 1937 ist die Region der Gemeinde Herrsching zugewiesen.

Genießen Sie heute den Frühling in Wartaweil – die Natur ist kurz davor, zu erblühen. Erste Knospen treiben aus den Zweigen der Bäume. Am Boden kämpfen sich kaum sichtbar Grünspitzen durch das winterliche Laub. Das Moos beginnt, seine hellgrünen Triebe zu entfalten, während kleine Bächlein im Wald noch das Eis der frostigen Nacht tragen.

Die Natur kennt den Rhythmus des Wartens und lässt sich nach einem Winter nicht davon abhalten, in voller Pracht und mit voller Kraft weiterzuwachsen und zu erblühen. Sie will uns Mut machen und zeigt uns jedes Jahr aufs Neue, dass es immer weiter geht und sie sich an alle Gegenheiten versucht, anzupassen und das Beste daraus zu machen.

Was wir dank unseren Lesern noch herausgefunden haben:

Die Inspiration zur Gründung der Gruppe Whitesnake hatte David Coverdale in Wartaweil

David Coverdale lebte Ende der 70er Jahre in Wartaweil. In einem Interview der Mittelbayerischen Zeitung sagte er zu dieser Zeit zur Mittelbayerischen Zeitung: „Ich bin ein Bayer in meinem Herzen.“ Seine Zeit in Wartaweil am Ammersee ist ihm sehr gut in Erinnerung: „Ich hatte dort die Ideen, die letztendlich zur Gründung von Whitesnake führten“, erklärt er: „In Herrsching war ich damals immer beim Essen. Es war eine Ehre für mich, am örtlichen Stammtisch zu sitzen.“ Das Wort Stammtisch sagt er auf Deutsch und lacht: „Sie nannten mich dort ,der Beatle‘. Es war wirklich eine ganz tolle Zeit meines Lebens, damals in Bayern.“

Lesen Sie das gesamte Interview unter
https://www.mittelbayerische.de/kultur-nachrichten/david-coverdale-hat-bayern-im-herzen-21853-art1774713.html

Das Geburtshaus in Wartaweil

Im Juni 1945 eröffnete Gertrud Thyssen, Tochter des Reichsbankdirektors Schmidt-Schorrer das Geburtshaus in Wartaweil. Ein gebürtiger Herrschinger erzählte uns, dass er sehr stolz darauf wäre, hier in diesem Hause geboren zu sein. Sozusagen fast im Ammersee. Laut einem Interview der Süddeutschen Zeitung unterstütze mit Herzblut Claudia Pielmann als gelernte Hebamme das Haus. Sie wanderte 1957 in das Oberengadin aus. Verschiedene Stimmen lassen positives und negatives über das Haus herausfinden. Wie es wohl wirklich war, können nur Zeitzeugen berichten. Das Geburtshaus wurde im Sommer 1965 vom Landkreis Starnberg aufgelöst, der Betrieb ist noch bis in das Frühjahr 1966 aufrecht erhalten worden.

Interview mit Claudia Pielmann und Christine Setzwein für die Süddeutsche Zeitung >>

Heute befindet sich auf dem Gelände ein besonderes Schullandheim für behinderte und nicht-behinderte Menschen, in denen der integrative Ansatz in vollen Zügen gelebt wird. weitere Infos >>

Sie wohnen in Herrsching am Ammersee?

Dann können Sie sich mit dem Abholservice der Restaurants zu Hause verwöhnen lassen:

 

Frühling am Ammersee Wartaweil

am Ammersee – eine beruhigende Stimmung

Gelassen und heiter den Tag angehen, das sorgt dafür, dass man sich nicht über Dinge ärgert, die es gar nicht wert sind oder die man noch gar nicht weiß. Niemand und nichts kann einen dann aus der Ruhe bringen. Und es tut der Gesundheit gut. Denn: Wer sich in sich ruhend fühlt, der ist weniger anfällig für Krankheiten.

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