Am Donnerstag, 18. März, übergibt die Stadt München in der Sintpertstraße 15 Erinnerungszeichen für sieben Mitglieder der Münchner Sinti-Familie Reinhardt der Öffentlichkeit.

Es sind anwesend: Bürgermeisterin Katrin Habenschaden; Roberto Paskowski, stellvertretender Vorsitzender des Verbandes Deutscher Sinti und Roma Landesverband Bayern; Sarah Grandke von der KZ-Gedenkstätte Neuengamme sowie Carmen Dullinger-Oßwald, Vorsitzende des Bezirksausschusses 17 (Obergiesing-Fasangarten).

Der Kapellmeister Rudolf Reinhardt lebte seit 1937 mit seiner Frau Anna und ihren sechs Kindern Siegfried, Herbrecht-Josef, Martin, Margarete, Rigo und Adolf in einer Kleingartensiedlung in der Sintpertstraße 15. Die Familie ging oft auf Konzertreisen. Mit Beginn des Krieges konnten sie das nicht mehr – Sinti und Roma wurden „festgesetzt“ und durften sich nicht mehr frei bewegen. Im Juli 1942 nahm die Kriminalpolizei Rudolf Reinhardt fest und wies ihn in das Konzentrationslager Mauthausen-Gusen ein, wo er im Oktober 1942 ums Leben kam. Wie alle Münchner Sinti und Roma ließ die Polizei auch Anna Reinhardt und ihre Kinder am 8. März 1943 verhaften und deportierte sie am 13. März 1943 in das Vernichtungslager Auschwitz- Birkenau. Niemand aus der Familie überlebte die Misshandlungen, medizinischen Experimente, den Hunger und die Krankheiten, denen sie dort ausgesetzt waren.

Weitere Infos unter www.erinnerungszeichen.de.

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