21. Okt 2022 | Sport- und Wandertipps

Bergtour mit 3 Gipfeln Werdenfelser Land

Birgit M. Widmann

Sonnaufgang über dem Estergebirge

Krottenkopf (2086 m), Hohe Kiste, Hoher Fricken und die Weilheimer Hütte, die mit unvergesslichen Sonnenaufgängen aufwartet. Eine Wanderung für konditionsstarke und ausdauernde Wanderer im Werdenfelser Land und das Loisachtal.

Höhenmeter: ca. 1.800 einfach
Strecke: ich hab besser nicht nachgeschaut …

Von Oberau aus startete ich über die Loisachbrücke Richtung Garmisch-Partenkirchen. Der Wanderweg führt durch eine wunderbare Talebene. Hätten Sie gewusst, dass Oberau damals eine Floßlände war und man von dort aus mit dem Floß bis nach München schipperte? Ein Modell und weitere Details erfahren Sie kurz vor der Loisachbrücke. Übrigens sind Farchant und Oberau seit dem Tunnelbau  ruhige Örtchen geworden.

Wegweiser Richtung Krottenkopf

Wanderung Estergebirge Wegweiser im Tal entlang des Wasserwegs.

Der Wegweiser links zum Oberauer Steg ist leicht zu übersehen. Der Abzweig kommt jedoch kurz nach dem Golfplatz. Von Anfang an geht es sehr steil bergauf. Jedoch gewinnt man schnell an Höhe und wird belohnt durch wunderschöne Ausblicke auf den Wank und Garmisch-Partenkirchen. Jetzt im Herbst war dies durch die goldgelbe Einrahmung der Blätter ein wahrer Augenschmaus.  Nach der ausgewiesenen Schafhütte wird der Weg ein wenig zahmer und Sie können sich am besten mit einer kurzen Pause für Ihre Leistung belohnen. Weiter geht es durch eine wunderschöne Almenlandschaft mit Blick auf die Gipfel. Am Abzweig angekommen, können Sie entscheiden, ob Sie Richtung Hoher Fricken und Bischof wandern oder die lange Querung Richtung Weilheimer Hütte und Krottenkopf angehen. Der Bischof ist der erste Gipfel dieser Tour. Ich ging wieder zurück zum Ausgangspunkt der Schilder Richtung Weilheimer Hütte.

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Aufstieg und erster Gipfel

Wegweiser Fricken Bischof Garmisch Partenkirchen Weilheimer Hütte

Weggabelung nach Berggipfel Fricken, Bischof und nach Garmisch-Partenkirchen und Weilheimer Hütte im Werdenfelser Land

Zugegeben, der Weg Richtung Weilheimer Hütte nimmt gefühlt kein Ende. Sie queren ewig lange den Berg und nach jeder Kurve ist Ihre Hoffnung nach dem ersehnten Ziel wieder zunichte gemacht. Insbesondere dann, wenn es wie bei mir zu regnen beginnt. Irgendwann dann erscheint die gewünschte Einkehr rechts auf dem Fuß zum Krottenkopf. Aber auch dann ist es noch ein gutes Stück zu gehen. Doch die Mühen werden durch einen grandiosen Ausblick und sehr netten Wirtsleuten belohnt.

Krottenkopfhütte oder Weilheimer Hütte

Die Krottenkopfhütte oder Weilheimer Hütte

Am Eingang zur Hütte steht das Schild Krottenkopfhütte doch heißt sie nun Weilheimer Hütte, da die Schutzhütte wahrscheinlich zur DAV Sektion Weilheim gehört. 1883 wurde hier die erste Schutzhütte vom Deutschen Alpenverein erbaut. Damals suchte man ein wahrlich traumhaftes Plätzchen aus. Geöffnet hat die Weilheimer Hütte  von ca. Mai bis Mitte Oktober. Welch ein Glück für mich, dass ich bereits vorab wegen einer Übernachtung angfragte. Denn, die Schlafplätze dort oben sind sehr begehrt. Lecker ist auch das Essen am Abend. Die neuen Wirtsleute Domink Reindl und seine Frau sind sehr bemüht um ihre Gäste. Das Essen ist aus regionalen Zutaten und Omi backt dazu unglaublich gute Kuchen.  Spontan auf einen Schlafplatz zu hoffen, ist sicherlich keine gute Idee.

Im Blick der Hütte ist der Krottenkopf. Mit seinen stattlichen 2086 Metern ist er der höchste Punkt im Estergebirge und den bayerischen Voralpen. Früher nannte man diesen Gebirgszug auch gerne Krottenkopfgebirge. Estergebirge leitet sich von dem Gebiet rund um die Esterbergalm ab. Diese gehört zu den ältesten Almen, wo von alters her das Vieh aus dem Loisachtal auf die Alm getrieben wird.  Doch zurück zum Krottenkopf und seiner Weilheimer Hütte.

Früh aufstehen wird hier belohnt, egal welches Wetter vorherrscht. Ich hatte leider nicht das Glück, mit Fernsicht belohnt zu werden. Dafür aber mit einem unvergleichlich traumhaften Sonnenaufgang über den Wolken.  Am Morgen entschloss ich mich, den Weg Richtung Hohe Kiste einzuschlagen. Traumhafter Weg mit einzigartigen Ausblicken. Besonders schön ist es, wenn sich die tieferliegenden Nebel lichten und die Gipfelspitzen durch die Wolkendecke schauen. Mit jedem Schritt weiter öffnet sich das Panorama und man wird mit vielen Facetten des Estergebirges belohnt. Von der Hohen Kiste als dritter Gipfel, hat man einen weiten Blick über das Tal – der kurze Aufstieg zum Gipfel lohnt als Zwischenstopp.

Aufpassen sollte man hier, dass man den richtigen Weg Richtung Eschenlohe erwischt. Die einfache Variante ist die Forststraße mit ca. 14 Kilometer bergab. Sicherlich eine gute Alternative, wenn man die ersten Bergkilometer mit dem Mountainbike hinter sich bringen möchte. Doch zu Fuß ein sicherer Weg zum Tal, wem die anspruchsvolle Variante über das Kistenkar wegen Regen zu gefährlich ist.  Denn dieser Steig erfordert Trittfestigkeit und gute Bergerfahrung.

Von Eschenlohe Richtung Oberau:

In Eschenlohe angekommen warten weitere sieben Kilometer bis nach Farchant mit weiteren „Leckerbissen“ der Region. Im Ort selbst orientiert man sich nach links immer am Waldrand entlang. Man gelangt über diesen Weg zu den sieben Quellen, eine wunderschöne Moorlandschaft. Weiter Richtung Oberau folgend die Kuhflucht Wasserfälle, welche im Sommer ein wunderbar kühler Badeplatz sind. Schön ist auch die Asamklamm.

Und dann: endlich …. Oberau mit seiner Loisachbrücke taucht am Horizont auf. Wenn Sie diese Tour hinter sich haben, dann können Sie mit Stolz behaupten, dass sie eine gute Kondition besitzen. Sicher ist, in Ihrem Schatzkästchen der besonderen Eindrücke werden Sie unvergessliche Momente, Landschaften, Ausblicke und Erlebnisse wiederfinden, die Sie so schnell nicht wieder vergessen.

Informationen zur Weilheimer Hütte >>

 

Unser Tourenvorschlag von Outdoor Active:

 

Genießen Sie die Photos meiner Tour:

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