Jahresprogramm evangelische Akademie Tutzing

von | 25 Feb 2023 | Kulturveranstalter

Die evangelische Akademie in Tutzing der evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern ist ein Ort der Begegnung. Veranstaltungen in unterschiedlichen Formaten in Tutzing fördern Erkenntnisgewinn, schaffen Raum für Besinnung und Innehalten jenseits des Alltags. 

Moderne evangelische Akademiearbeit nimmt die Herausforderungen einer pluralen Gesellschaft an. Sie thematisiert auch die Grenzen menschlichen Handelns und andere Aspekte von Endlichkeit. Toleranz und christliche Verantwortung sind die Grundlagen der  Arbeit der evangelischen Akademie in Tutzing. Wertschätzung und ein fairer, respektvoller Umgang miteinander und gegenüber Gästen sind  handlungsleitend.

Die evangelische Akademie in Tutzing ist offen für alle Menschen, unabhängig von konfessioneller Bindung, poliltischer und weltanschaulicher Einstellung. Alle Generationen sind willkommen. Tagungen von und mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen sollen diesen eine Stimme geben und sie befähigen, die Welt mitzugestalten.  Aktuelle Themen, hochkarätige Referierende und sorgfältig konzipierte Veranstaltungen bieten die Plattform für wichtige Diskussionen und Impulse, die in Politik, Wirtschaft, Kultur, Medien und Kirche Wirkung entfalten.  Moderne Infrastruktur mit zeitgemäßen Medien, Technik und ansprechenden Tagungsräumen unterstützt den Tagungsbetrieb.

Die Evangelische Akademie Tutzing ist mit dem Premium- Umweltmanagement-Label der Europäischen Union ausgezeichnet worden: EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) ist ein Instrument, das Unternehmen und Organisationen jeder Größe und Branche dabei unterstützt, ihre Umweltleistung kontinuierlich zu verbessern. Die Akademie hat wiederholt den Rezertifizierungsprozess bestanden und gilt innerhalb der Evangelisch- Lutherischen Kirche in Bayern als Vorbild für nachhaltiges Umweltmanagement.

das Jahresprogramm als pdf Download >>

 

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Film des Monats in der Evangelischen Akademie Tutzing

An jedem ersten Mittwoch im Monat werden Produktionen gezeigt, die von der Jury der Evangelischen Filmarbeit als „Film des Monats“ ausgezeichnet wurden – mit Einführung und Nachgespräch. In Kooperation mit dem Kino Breitwand in Starnberg.
 
01.03.2023 Die Frau im Nebel – Kino Starnberg

Chang Hae-joon ist ein besonders gründlicher Kriminalpolizist. Die Arbeit steht für ihn im Mittelpunkt; nur am Wochenende fährt er nach Hause zu seiner Frau, die als Ingenieurin in einem Atomkraftwerk beruflich ebenfalls stark eingespannt ist. Sein neuester Fall scheint allerdings schnell gelöst: Ein Hobbykletterer ist von einem Felsen in den Tod gestürzt. Zwar gerät zunächst dessen Ehefrau, die nach Korea geflüchtete Chinesin Song Seo-rae, unter Verdacht, aber da sie ein wasserdichtes Alibi hat und zudem Abschiedsbriefe des Toten auftauchen, wird der Fall schnell als Suizid zu den Akten gelegt. Inzwischen hat sich eine starke Anziehung zwischen dem Ermittler und der Verdächtigen entwickelt. Nachdem der Fall abgeschlossen ist, beginnen sie eine Affäre. Hae-joon vernachlässigt seine Ehe, Seo-rae hilft ihm bei der Arbeit an ungelösten Fällen. Doch schon bald kommt dem Polizisten der Verdacht, seine Geliebte könnte vielleicht doch eine Mörderin sein – und die Ereignisse nehmen eine unerwartete Wendung.
Filmpreis: Beste Regie – 75. Internationale Filmfestspiele in Cannes 2022

Kammerkonzerte mit Solisten des Symphonieorchesters des BR

Seit 2010 veranstaltet die Evangelische Akademie Tutzing gemeinsam mit dem Bayerischen Rundfunk sechs Kammerkonzerte pro Saison. AIm Musiksaal von Schloss Tutzing treten Solisten des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks auf 

Das detaillierte Programm der jeweiligen Konzerte finden Sie im  Veranstaltungskalender der Akademie Tutzing.

Kartenverkauf Kammerkonzerte

Vorverkauf:
Buchhandlung Held, Hauptstr. 70, 82327 Tutzing
Tel.: 08158 / 83 88

Abendkasse und Abonnements:
Evangelische Akademie Tutzing, Schlossstraße 2+4, 82327 Tutzing
Abendkasse: ab 16.30 Uhr; Tel.: 08158 / 251-0.

Kategorie I: Einzelkarte 35,- Euro; Abonnement: 125,- Euro.
Kategorie II: Einzelkarte 30,- Euro; Abonnement: 105,- Euro.
Kategorie III: Einzelkarte 25,- Euro; Abonnement: 90,- Euro.

Kategorie II und III: Einzelkarte 15,- € für Schüler:innen/Studierende/Auszubildende und Helfende im FSJ bis 28 Jahre, gegen Vorlage des entsprechenden Ausweises.

Das Programm für 2023 

26.02.2023 2. Kammerkonzert in Tutzing

Drei Werke stellen Robert Schumann in den Mittelpunkt, der für seine Märchenerzählungen eine Besetzung wählte, die bereits Mozart für das Kegelstatt-Trio verlangte: Klarinette, Viola und Klavier. Mit dem dunkel gefärbten Klang der Instrumente fand Schumann zu einem romantisch-volkstümlichen Ton. Johannes Brahms wählte die letzte von Schumann notierte Melodie, seinen »letzten Gedanken«, zum Thema von zehn Variationen für Klavier zu vier Händen, und Kurtág übernahm die Besetzung der Märchenerzählungen, um Schumanns Fantasiegestalten in filigranen Klanggespinsten neu zum Leben zu erwecken. Entwickelte sich im 19. Jahrhundert das Klavier zu einem volltönenden orchesterartigen Instrument, so ging Bartók in seiner Sonate noch einen Schritt weiter, indem er die Pianisten den Schlagzeugern gleichstellte und mit seiner überwältigend-temperamentvollen Sonate ein mitreißendes Meisterwerk schuf.

12.03.2023 – 3. Kammerkonzert des Symphonieorchesters des BR

Posaunenmusik mit Werken von Speer, di Lasso, Praetorius, Hidas, Xenakis, Bruckner, Bourgeois, Lennon/McCartney u.a. BRSO

19.03.2023 – 4. Kammerkonzert des Symphonieorchesters des BR

Jagdquartette mit Werken von Mozart, Widmann und Brahms.BRSO

30.04.2023 – 5. Kammerkonzert des Symphonieorchesters des BR

Streicher & Englischhorn mit Werken von Haydn, van Beethoven, Penderecki, Rossini und Françaix. BRSO

11. 06.2023 – 6. Kammerkonzert des Symphonieorchesters des BR

Klaviertrio & Percussiontrio mit Werken von Arensky, ivkovic und Schostakowitsch. BRSO

Transformateure – Gutes Leben und Postwachstum

Soll Wachstum auch weiterhin das Ziel allen Wirtschaftens sein? Daran besteht im Hinblick auf die Industrieländer zunehmend Zweifel. So zeigen Glücksforscher, dass menschliche Zufriedenheit mit dem Wachstum nicht weiter ansteigt. Was Menschen brauchen – Zeit, Soziale Kontakte, Freiheit – widerspreche häufig einem auf Konsum und Produktion ausgerichtetem Gesellschaftsmodell. Auch hinsichtlich zunehmender Ubgleichheit sowie Umweltschäden und Klimawandel wird Kritik am Wirtschaftswachstum geübt. Und nicht zuletzt wird gewarnt, dass die Ausrichtung auf Wachstum  und auf die Interessen von Konzernen und globalen Finanzmärkten die Demokratie ad absurdum führe – die Rede ist von der “marktkonformen Demokratei”.Ist es an der Zeit für ein neues Paradigma?

Regelmäßig diskutiert die Evangelische Akademie Tutzing Antworten auf die Frage, wie eine Wirtschaft und Gesellschaft aussehen kann, die nicht mehr auf materielles Wachstum, sondern statt dessen direkt auf Freiheit, Gerechtigkeit und ökologische Nachhaltigkeit ausgerichtet ist. Dabei wird auch gefragt, wie die vielfältigen Abhängigkeiten vom Wirtschaftswachstum reduziert werden können: auf dem Arbeitsmarkt, im Geldsystem, im Steuersystem. Und es werden konkrete Alternativen erdacht für ein Wirtschaftssystem des 21. Jahrhunderts.

Die Preise und Details zu den Tagungsprogrammen erfahren Sie über die evangelische Akademie Tutzing: spehr@ev-akademie-tutzing.de; Tel. 08158 251-125.

08. – 10. März 2023 Commons-Ökonomie. Nachhaltig, resilient, effizient?

Allmenden oder Commons stehen zunehmend im Zentrum des öffentlichen und wissenschaftlichen Interesses. Solchen gemeinschaftlichen Formen der Bewirtschaftung knapper Ressourcen wird vermehrt ein Potenzial zur Lösung aktueller Probleme zugeschrieben etwa unter dem Stichwort Wissensallmende, Global Commons, Common Heritage oder Urban Commons. Interessant ist dabei das breite Spektrum derer, die Commons ein hohes Potenzial zur Lösung der aktuellen ökologischen und sozialen Probleme zuschreiben. Die Idee der Allmende genießt als radikale Alternative zur aktuellen Wirtschaftsweise ebenso wie als eine moderne Interpretation liberaler Ideen und eine kluge Weiterentwicklung eher konservativer Sichtweisen hohe Wertschätzung. Was macht die Faszination von Commons vor dem Hintergrund aktueller Herausforderungen aus? Was lässt sich über die Leistungsfähigkeit von Commons aus institutionenökonomischer Sicht sagen? Wie hängen Commons und die Herausforderungen der sozial-ökologischen Transformation zusammen? Welche Bezüge gibt es zu anderen Nachhaltigkeitsnarrativen oder zur Debatte um Resilienz?
Gleichzeitig gibt es Diskussionen darüber, inwieweit sich die Institutionen und Konventionen, die einer Allmende zugrunde liegen, tatsächlich auf die Probleme unserer Zeit übertragen lassen. Wie steht es um die Skalierbarkeit von Allmendeinstitutionen? Wie effizient sind sie im Vergleich zu anderen Modellen des schonenden Umgangs mit knappen Ressourcen? Wie funktionieren Commons theoretisch, und was lernen wir aus den zahlreichen Commons-Experimenten, die sich in digitalen, urbanen und anderen Räumen auftun? Welche Potenziale und Probleme zur Lösung
der aktuellen Probleme lassen sich aus neuen Forschungsergebnissen ableiten?
Schließlich wirft die Diskussion um die Allmende einige sehr grundsätzliche Fragen im Hinblick auf die Verfasstheit von Gemeinwesen und die Koordination sozio-ökonomischer Prozesse auf. Üblicherweise werden Commons als Alternative zu einer dualistischen Denkweise beschrieben,
als Auflösung der Dichotomien zwischen Staat und Markt, öffentlich und privat. Doch welche Bezüge gibt es tatsächlich zwischen neuen Formen der Allmende und neuen Formen von Staatlichkeit? Welche Rolle könnten Commons in einer Mehrebenenarchitektur spielen? Wie hängen
Commons und marktbasierte Bewirtschaftungsformen zusammen?
 
Wir laden alle Interessierten sehr herzlich zu dieser Präsenzveranstaltung nach Tutzing ein und bitten auch, den Call for Papers für den offenen Tagungsteil zu beachten und an Interessierte weiterzuleiten.
TAGUNGSTEAM
Dr. Martin Held, Evangelische Akademie Tutzing
Prof. Dr. Ulrich Klüh, Hochschule Darmstadt
Prof. Dr. Richard Sturn, Universität Graz
 

17. – 18. April 2023 Streitbar vorangehen, viel bewegen – Tutzinger Transformationstagung

Viele tragen in ihren jeweiligen Lebensbereichen aktiv zur Nachhaltigkeitstransformation bei: über die Arbeit, im gesellschaftlichen und politischen Engagement, in ihrer Gemeinde, über ihren Lebensstil. Sie versuchen, das in ihren Kräften Mögliche zu tun, andere mitzunehmen und dabei guten Mutes zu bleiben.
Wie geht das angesichts der krisenhaften Entwicklungen? Die Strukturbrüche und die Probleme in der nicht-nachhaltigen Welt werden offensichtlicher und heftiger. Aktuell beherrschen Panikreaktionen und fossiler Aktionismus die Schlagzeilen. Angesichts der Folgen des Nichthandelns und des verzögerten Handelns in Richtung ernsthafter Umsteuerung überraschen diese Reaktionen wenig. Auch die Tatsache, dass gerade diejenigen, die die Wende in der Mobilität, der Energie und im Agrarbereich ausbremsen, sich nun auf die Kritik der Aktionsformen der Klimaaktivist:innen kaprizieren, um ihr eigenes Versagen zu verdecken, erstaunt nicht. Zentrale Akteur:innen der Transformation werden zwar bereitwillig auf Podien und in Talkshows geladen, aber es wird zu wenig gehandelt. Manche Transformationsakteur:innen kommen sich vor, wie das Feigenblatt für eine weitverbreitete Verweigerungshaltung.
In dieser Lage ist es gut, wenn sich diejenigen offen austauschen, die in ihren jeweiligen Bereichen für die sozial-ökologische Transformation aktiv sind. In unserer Tagung möchten wir Hoffnungen und Erfolge ebenso benennen wie eigene Ängste, Enttäuschungen und Konflikte.
Mit welchen Strategien lässt sich der stockenden Veränderung begegnen? Wie können Akteur:innen mit unterschiedlichen Interessen und in unterschiedlichsten Lebenslagen gut zusammenarbeiten? Welche Chancen können multiple Krisen bieten? Nachhaltigkeitswenden, die notwendig sind, lassen sich mit Veränderungen zur Krisenbewältigung verbinden. Wie könnte die Nachhaltigkeitstransformation mit der digitalen Transformation besser Hand in Hand gehen?
Wir möchten auch über die Öffnung für Neues und die Förderung von Möglichkeitsräumen für die Transformation sprechen, über Zeitfenster, die sich anbieten sowie über das, was uns Kraft gibt und uns motiviert, aktiv zu sein – damit wir streitbar, ausdauernd und zuversichtlich bleiben.
Neben dem Austausch geht es uns auch um eine Positionsbestimmung der sozial-ökologischen Transformation – angesichts der heftigen Widerstände, Gegentendenzen und Blockaden bei gleichzeitigem Engagement vieler unterschiedlicher Akteure.
Wir laden alle sehr herzlich nach Tutzing ein, die in den Auseinandersetzungen rund um die beginnende sozial-ökologische Transformation aktiv sind. Wir freuen uns auf die Debatte!
TAGUNGSTEAM
Martin Geilhufe, BUND Naturschutz in Bayern
Martin Held, Evangelische Akademie Tutzing
Mattias Kiefer und Klaus Mertens, Transformateure
Kora Kristof, KIT – Karlsruher Institut für Technologie
evangelische Akademie Tutzing Bildquelle: eat archiv

Adresse und Kontakt: 

Evangelische Akademie Tutzing

Schloss Straße 2+4
82327 Tutzing

Tel.: 08158 / 251-0
Fax: 08158 / 251-137
E-Mail: info@ev-akademie-tutzing.de

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